INGREDIENT

Dipteryx Odorata Seed Extract (Tonka Absolue)

Dipteryx odorata

Duftet süßlich
50
Produkte mit diesem Inhaltsstoff

Tonka Absolue ist ein hochgeschätzter Inhaltsstoff für Parfüms und Kosmetikprodukte. Das liegt vor allem an seinem süßen, behaglichen Aroma. Außerdem hilft es dabei, Entzündungen zu hemmen.

Beschreibung

Beschreibung

Sobald die Tonkabohnen reif sind, werden die Samen entfernt und in Alkohol eingelegt. Sie saugen sich voll und werden anschließend getrocknet. Während des Trocknens bildet sich eine weiße Schicht auf den Schalen. Diese wurde im Jahr 1820 erstmals als Coumarin bezeichnet.

Bei Raumtemperatur ist das Absolue fest, braun und hat einen süßen Duft, der an Vanille erinnert.

Tonka Absolue wird aus den Samen der schwarzen Bohnen vom Tonkabaum (Dipteryx Odorata) gewonnen. Diese bis zu 30 Meter hohen Bäume zählen zur Familie der Hülsenfrüchte (Fabaceae). Die Bäume wachsen unter anderem in Costa Rica, Brasilien und Peru.

 

Auf einen Blick

Auf einen Blick

Wirkung
Verströmt einen wunderbaren Duft
Erntezeit
Mai und Dezember
Herkunft
Brasilien
Dipteryx Odorata Seed Extract (Tonka Absolue) ist in diesen Produkten enthalten
50
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ARTIKEL

Verrückt nach Tonka: den Regenwald Bohne für Bohne retten

Wenn du an den Regenwald am Amazonas denkst, kommen dir wohl Bäume in den Sinn. Eine Palette voller tropischer Vögel und wilder Tiere. Jaguare, Tapire, Affen und zahllose Insekten. Oder denkst du an Abholzung? Auch gut möglich, denn in den letzten Jahren stieg die Aufmerksamkeit rund um die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes stetig an.

Woran du eher nicht denkst, sind süß duftende Tonkabohnen oder die Eiscreme, Süßigkeiten und Parfüms, in denen ihr Aroma steckt. In Brasilien, inmitten im Amazonas-Regenwald, ernten indigene Völkergruppen die aromatische Bohne. Das führt nicht nur zu einem zusätzlichen Einkommen, sondern schützt auch den Regenwald davor, abgeholzt zu werden, um Platz für Holzabbau, Rinderfarmen oder Minen zu machen.

Tonkabohnen sind die Frucht des auch Sarrapia genannten Tonkabohnenbaums, der zur Familie der Hülsenfrüchtler zählt und bis zu 30 Meter groß werden kann. Die Bohnen werden vielseitig in Nahrungsmitteln, Düften und Arzneimitteln eingesetzt. Außerdem sind sie nicht zerstörerisch, denn sie wachsen inmitten anderer Pflanzen und Bäume. Indigene Völker sammeln und trocknen die Bohnen, verdienen sich ein wenig dazu und regenerieren und schützen dadurch den Regenwald.

Der Amazonas ist der größte Regenwald der Erde, er umfasst acht Länder in Südamerika. 80% des Waldes liegen in Brasilien. Millionen Menschen, vor allem indigene Völker, sind auf ihn angewiesen – er bietet ihnen Nahrung, Ressourcen und Medizin. Trotzdem wurde allein in den letzten 40 Jahren ein Fünftel des Waldes abgeholzt. Zum Schutz gibt es zwar Gesetze und verschiedene Programme, die immerhin zu einem Sinken der Abholzungsrate seit 2004 geführt haben, dennoch steigen diese Zahlen zuletzt wieder massiv an. Das liegt unter anderem an der Skrupellosigkeit der Industrie und fehlenden Überwachung des Regenwaldes.

Dort, wo die Bewaldung am Dichtesten ist, leben indigene Völker. Hier ist es verboten, von außen Einfluss zu nehmen. Die indigenen Völker sind die einzigen, denen das Fällen von Bäumen hier erlaubt ist, denn sie tragen dazu bei, dass es dem Wald gut geht.

In Brasilien sind die Abschnitte des Regenwaldes, in denen indigene Völker leben, gesetzlich geschützt. Das bedeutet, dass die Völker permanente und exklusive Rechte genießen, was die Nutzung dieser Abschnitte betrifft. Gesetzlich vorgeschrieben ist etwa, dass kein Mensch ihr Land betreten darf, ohne davor die Erlaubnis der Regierung eingeholt zu haben. Auch ist Industrie verboten, die den Regenwald zerstören könnte.

Lush Einkäuferin Lívia Fróes erklärt: „Das Land der indigenen Völker ist deutlich stärker bewaldet, als die nicht geschützten Stellen. Außerhalb der geschützten Gebiete gibt es Farmen und Monokulturen. Das sieht nicht aus wie ein Regenwald. Innerhalb der Gebiete sieht man frei wachsende Bäume und spürt den Amazonas. Hier ist das Land der indigenen Völker. Man kann das sehr deutlich unterscheiden.“

„Durch den staatlichen Schutz der Gebiete können sich die Farmen nicht ungehindert ausbreiten, um ihre Monokulturen (darunter zum Beispiel Soja) zu vergrößern. Es ist gewissermaßen ein richtiger Schutzschild. Keiner kann reingehen und Bäume abholzen, nur indigene Völker dürfen dort leben.“

Dennoch wird der Wald nicht vollends geschützt. Die Umsetzung der Richtlinien ist lückenhaft, denn die Gebiete sind riesig und die Bedrohungen werden immer stärker: illegales Fällen und illegale Goldminen verbreiten sich ebenso, wie der Bau von Dämmen für Wasserkraftwerke. Auch politische Kämpfe bedrohen die Territorien.  

Um dagegen anzukämpfen, arbeiten Nichtregierungsorganisationen mit den indigenen Völkern gemeinsam daran, die Gebiete auch ohne staatliche Hilfe zu schützen.

Adriano Jerozolimski von der Organisation „Protected Forest Association“ erklärt: „Die indigenen Völker sind die Zukunft Brasiliens und der ganzen Welt. Allein in Brasilien gibt es 252 unterschiedliche Gemeinschaften mit einem unglaublich vielseitigen und tiefgreifenden Wissen über Wälder, Flüsse und Organisationsformen, die die nächsten Schritte in unserer Gesellschaft inspirieren und prägen können.“

„Analysiert man die Teile der Wälder und Flüsse, die heutzutage geschützt sind, erkennt man schnell, dass dort, wo indigene Gemeinschaften leben, die schönsten Wälder sind. Die Rolle traditioneller Volksgruppen beim Umweltschutz und der Steigerung von Biodiversität ist der Schlüssel!“

Eine wichtige Strategie ist es, den indigenen Gemeinschaften Zugang zu Märkten zu ermöglichen, um ihre nachhaltigen, holzfreien Produkte zu verkaufen. So könnten sie Geld verdienen, das sie benötigen, um Güter zu kaufen. Auf diese sind auch sie inzwischen angewiesen, da sie nicht völlig abgeschottet von der Außenwelt leben wollen. Die NGOs spielen eine wichtige Rolle, denn sie vermitteln zwischen der kapitalistischen Kultur und den indigenen Gruppen, um so ultimativ die Natur vor Bedrohungen zu schützen.

Nachhaltiges Einkommen aus wilden Waldprodukten – etwa Tonka – ist in Kombination mit Informationen und Unterstützung beim Schutz des Waldes der Schlüssel. So können die Wälder bewahrt werden und gedeihen, gleiches gilt für die vielfältige Kultur in den abgelegenen Regionen des brasilianischen Amazonas.

Wir von Lush beziehen unsere Tonkabohnen aus verschiedenen Quellen rund um das Xingu Flussbecken, welches sich im Südosten des brasilianischen Amazonas befindet. Diese Region ist ein wichtiger Garant für Biodiversität in Brasilien. Einkäuferin Lívia erklärt uns, dass durch die Ermutigung zu regenerativem Handel indigene Völker und der Regenwald geschützt werden. Sie sagt: „Das Xingu-Gebiet ist ein starker Indikator für die Biodiversität im Amazonas, denn es umfasst eine der weltweit größten Flächen von miteinander verbundenen Naturschutzgebieten. Es hat eine hohe Vielfalt, bestehend aus zwei Landschaftszonen (Amazonas und Cerrado) sowie hunderten Waldgebieten, in denen unterschiedlichste Völker leben.“

Die Gemeinschaften der Kayapo ernten Tonkabohnen. Sie werden von drei lokalen NGOs repräsentiert: AFP, Kabu Institute und dem Raoini Institut. Diese NGOs bilden mit den Kayapo und anderen Völkern des Xingu Flussbeckens und deren Partnern eine Interessengemeinschaft. Ihr innovatives, integriertes Zertifikat, welches von der NGO Imaflora verwaltet wird, nennt sich Origens Brasil. Der Verkauf der Tonkabohnen, welche in der Trockenzeit vom Boden gesammelt werden (zwischen Juni und September), bedeutet ein zusätzliches Einkommen für die Gemeinschaft.

Nachdem die Bohnen eingesammelt wurden, bringt man sie ins Dorf, wo sie von Hand von ihren Schalen getrennt werden. Dann legt man sie zum Trocknen in die Sonne, bis sie ihre Farbe in ein intensives Braun verwandeln. Die süßen, nach würziger Vanille duftenden Bohnen werden dann wieder eingesammelt und in den Dörfern gelagert, verpackt und nach Großbritannien zu Lush geschickt.  

Wir von Lush kaufen die Tonkabohnen direkt von den Menschen, die sie sammeln. So vermeiden wir Mittelsmänner und Einbußen im Profit der Völker. Außerdem zahlen wir im Voraus, anstatt darauf zu warten, bis die Bohnen bei uns angekommen sind. So ist das Geld schnell vorhanden, was dazu motiviert, die Arbeit Jahr für Jahr fortzusetzen und gleichzeitig den Wald zu schützen. Also, während du dein liebstes Tonka-Produkt genießt, kannst du dich ruhigen Gewissens zurücklehnen – denn es hilft dabei, den nachhaltigen und regenerativen Handel innerhalb des Amazonas zu sichern. Süß!