INGREDIENT

Pelargonium Graveolens Flower Oil (Geranienöl)

Pelargonium graveolens

Tonisierend und ausgleichend
48
Produkte mit diesem Inhaltsstoff

Wir verwenden Geranienöl für seine tonisierenden und ausgleichenden Eigenschaften auf die Haut und für sein süßes, blumiges, fast rosenhaftes Aroma, das es unseren Badeprodukten, der Hautpflege und den Düften verleiht. Das Öl wirkt antiseptisch und adstringierend und hilft damit, den Teint auszubalancieren und die Talgproduktion zu regulieren, indem es das Gewebe zusammenzieht und die Durchblutung anregt.

Beschreibung

Beschreibung

Das hellgrüne Öl wird mittels Wasserdampfdestillation aus den Teilen der Pflanze gewonnen, die über der Erde wachsen - die Blätter, Stängel und Blüten. Die Geranie für das Öl ist übrigens eng verwandt mit der beliebten Balkonpflanze. Das ätherische Öl der Geranie enthält die Bestandteile Geraniol, Linalol und Citronellol, die auch in Rosenöl vorkommen, was diese beiden Öle zu perfekten Partnern macht. Doch Geranienöl lässt sich auch wunderbar mit anderen Ölen kombinieren, zum Beispiel Nelkenöl, Sandelholz- und Lavendelöl.

Wir beziehen unser Öl aus Ägypten und Kenia. Unsere Quelle in Kenia züchtet eine Premiumqualität der Geranien, die auch als Bourbon bekannt ist. Die Pflanzen wachsen dort ganz natürlich und ohne den Einsatz von Chemikalien.

Auf einen Blick

Auf einen Blick

Wirkung
Tonisiert, stärkt und duftet
Erntezeit
Throughout the year
Herkunft
Ägypten, Kenia
Pelargonium Graveolens Flower Oil (Geranienöl) ist in diesen Produkten enthalten
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ARTIKEL

Mehr als Nachhaltigkeit: Gewinnung ätherischer Öle und synthetischer Stoffe

Ethischer Einkauf ist in aller Munde, aber was bedeutet das?

Geht es um Nachhaltigkeit – also um das Bewahren von Dingen – oder verlangt ethischer Einkauf mehr von modernen Unternehmen, etwa Fortschritt, Innovation und Unternehmergeist?

Die Beschaffung von Inhaltsstoffen ist weitaus komplexer als je zuvor, das gilt vor allem für ätherische Öle. Die Nachfrage nach Düften steigt, Aromastoffe sind in jeglichen Alltagsprodukten zu finden. Lieferanten kommen nur schwer hinterher – oder auch gar nicht. Vanille beispielsweise steckt in unzähligen Produkten, doch es gibt nicht genügend natürliche Quellen. Baut man auf Umweltschutz, hohe Qualität und fairen Handel, sinkt deren Anzahl nochmals erheblich.

Viele Firmen stecken also in einem Dilemma, aus dem es nur wenige Auswege gibt. Unternehmen, die Erzeugern, Lieferanten, Umwelt und Konsumenten Gutes tun wollen, bleiben zwei Möglichkeiten:

• Man investiert Zeit und Geld in eine ausgewogene Einkaufsstrategie und stellt sicher, dass jeder Teil der Lieferkette transparent und einwandfrei funktioniert.

• Ist es nicht zu gewährleisten, eine Zutat sicher und ethisch zu beziehen, investiert man in sichere synthetische Stoffe oder andere Produkte, um die Abhängigkeit von der Zutat zu verringern.

Die folgenden Profile einzelner Inhaltsstoffe beleuchten die Herausforderungen und Probleme, zu denen es beim Einkauf duftender Zutaten, die dann in Parfüms und anderen Produkten landen, kommen kann.

 

DAMASZENER ROSE Rosa Damascena

Rosenöl wirkt in Parfüms anziehend. Auch in der Hautpflege ist es beliebt, denn es beruhigt und lindert Rötungen. Wie der Name verrät, stammt die Damaszener Rose ursprünglich aus Syrien (Damaskus), wird heutzutage aber hauptsächlich aus den Bergen der Südtürkei bezogen. Die zweitgrößte Anbauregion ist Kasanlak in Bulgarien, welches das Tal der Rosen genannt wird.

In der Türkei baut die Rosenindustrie auf Einwanderer als Arbeitskräfte. Traditionell sind es Roma, die jedes Jahr wiederkommen, um die Blüten von Hand zu pflücken. In den letzten Jahren waren vermehrt Syrer an der Ernte beteiligt, trotz des Krieges. Es verwundert nicht, dass Arbeiter aus Raqqa oder Homs voller Sorge ihre Verwandten in der Heimat anrufen, wenn sie nach einem Arbeitstag in ihr Camp bei den Rosenfeldern zurückkehren.

 

SANDELHOLZ Santalum album & Santalum Spicatum

Sandelholz, bekannt für seinen süßen, intensiven Duft, hat auch eine dunklere Seite…

Sandelholz ist seit Ewigkeiten heiß begehrt und wird für Rituale und Zeremonien verwendet, zum Beispiel in Form von Räucherstäbchen in Teilen Asiens. Auch im Konsumbereich ist es sehr beliebt, etwa in Parfüms, Kosmetika oder Aromastoffen.

Der Sandelholzbaum wächst außergewöhnlich – nämlich parasitär auf den Wurzeln anderer Pflanzen. In der Regel dauert es 25 Jahre, bis er sein Kernholz vollständig ausgebildet hat.

Es gibt zwei unterschiedliche Hauptarten von Sandelholz; australisches und indisches. Unglücklicherweise gehen die natürlichen Bestände stark zurück, besonders in Indien wächst es nur noch selten. Seine Seltenheit und sein Wert sorgen dafür, dass Sandelholz häufig geschmuggelt wird. Eine verlässliche, nachhaltige Quelle zu finden, ist also gar nicht so einfach.

 

ADLERHOLZ Aquilaria Agallocha

Der Adlerholzbaum gab Hong Kong seinen Namen (dt. “der duftende Hafen”). Trotz des Wohlstandes sind die letzten Überreste des Adlerholzbaumöls bedroht vom unersättlichen Appetit der Welt.

Adlerholzbaumöl bildet sich in den Wunden des Baumes, welche für gewöhnlich durch die Krallen von Bären und Tigern entstehen. Der Duft, der beim Faulen, Abholzen oder Verbrennen des Baumes entsteht, ist unwiderstehlich anziehend.

Das daraus destillierte ätherische Öl ist eines der teuersten Materialien in der Pafümindustrie. Der mysteriöse und waldige Duft ist seit Jahrhunderten in Asien und im Mittleren Osten beliebt. Seitdem auch die westliche Welt daran Gefallen gefunden hat, sind die Adlerholzbäume nahezu ausgerottet. In Südostasien versucht man mittels Plantagen die weltweit hohe Nachfrage zu kompensieren.

 

WEIHRAUCH Boswellia Carterii

Die Bäume der Art Boswellia Carterii gehören zu den widerstandsfähigsten der Welt. Sie wachsen in Trockengebieten und Regionen, die wir mit Not und Elend in Verbindung bringen – Somalia, Äthiopien oder Jemen. Weihrauch zählt zu den ältesten aromatischen Zutaten.

Die Weihrauchbäume kommen mit wenig aus, bieten aber eine Lebensgrundlage für viele. Sobald ihre Rinde leicht beschädigt ist, tritt Weihrauch- Harz aus, welches verkauft wird. Dieses verarbeitet man zu Räuchermitteln weiter oder destilliert es zu Öl für die Parfümindustrie.

Weihrauch ist so begehrt, dass es nicht selten zu übermäßiger Ernte kommt. Damit die Bäume gesund bleiben, ist es aber wichtig, das Harz in Maßen und vorsichtig zu gewinnen. Nicht immer einfach, wenn die Bäume in Regionen vorkommen, die von Dürre und Kriegen gezeichnet sind.

 

TONKA Dipteryx odorata

Tonkabohnen duften süß und würzig, weswegen sie in Produkten und Aromastoffen häufig mit Vanille kombiniert werden, um einen Geschmack und Duft zu erzeugen, der an Pudding erinnert. Aber iss nicht zu viel! In den USA wird die Verwendung von Tonka in Nahrung reguliert, denn sie enthält viel Coumarin, welches mit Arzneimitteln reagieren könnte. Keine Angst, man muss mindestens 30 Bohnen essen, um eine giftige Menge zu erreichen.

Die Bohne wächst tief im brasilianischen Amazonasgebiet, wo sie von dem Volk der Kayapo eingesammelt wird. Tonka ist eine sichere Einnahmequelle, darum pflegen sie die Bäume gewissenhaft.

 

GERANIEN Pelarġonium Ġraveolens

Man könnte annehmen, dass der Anbau von Pflanzen für ätherische Öle ein Luxus ist, der Platz für Nahrungsmittel wegnimmt. Bei genauerem Hinschauen erweist sich das nicht immer als wahr. Am Fuße des Berges Kenia werden Bauern von europäischen Supermärkten dazu gezwungen, Gemüse anzubauen, und dabei im Stich gelassen.

Leere Versprechen und schnelllebige Märkte führen zu Armut und Unmengen weggeworfener Gemüsesorten. Hier birgt der Anbau von Geranien eine Möglichkeit zur Hilfe. Sie wachsen friedlich zwischen dem Gemüse, bekämpfen Krankheiten, sind pflegeleicht und bieten ein sicheres Zweiteinkommen für die Bauern.

 

VANILLE Vanilla planifolia

Vanille. Sie steckt in Eiscreme, Parfüm, Lufterfrischern oder Kerzen. Duft und Geschmack sind so weit verbreitet, dass sie fast langweilig sind. Die Wahrheit, die sich hinter der Schote verbirgt, ist nicht gerade süß. In Uganda sorgt Vanille für einen bitteren Beigeschmack bei den Bauern.

Bohnen von Bauern, die dem Fair Trade System angehören, werden oft direkt vom Feld gestohlen. Die Auseinandersetzungen sind häufig gewaltsam und enden sogar in Mord. Die Bohne ist gefragt und teuer wie nie, denn aufgrund von Wetterkapriolen brach die Ernte extrem ein.

Der weltweite Appetit nach dem süßen Gewürz ist unstillbar, jährlich werden mehr als 3.000 Tonnen benötigt. Der Anbau und die Verarbeitung von Vanille sind jedoch langwierig und mühsam, jede Pflanze muss fast fünf Jahre wachsen, bevor sie geerntet wird. Kein Wunder also, dass viele Produzenten tricksen oder gar zu verbrecherischen Methoden greifen.

 

ROSENHOLZ Aniba Rosaeodora

Von Möbeln bis zu Parfüms; dieses Holz aus dem Regenwald ist sehr beliebt. Küchenplatten, Geigen und mehr bestehen aus ihm, doch es ist bedroht. CITES, auch bekannt als Washingtoner Artenschutzübereinkommen, reguliert dessen Verwendung und Handel streng.

Einige Produzenten ätherischer Öle greifen daher zu Tricks. 2017 etwa gestand die internationale Marke Young Living, dass sie Rosenholzöl aus illegal gefällten Bäumen bezog und wurde dafür bestraft.

Dabei hat Rosenholz einen großen Vorteil: es wächst nach, wenn man es nur stutzt und nicht komplett fällt. Modernen Produzenten gelingt es, das ätherische Öl aus den Ästen zu gewinnen, wodurch ein nachhaltiger Anbau praktisch möglich ist.

 

YLANG-YLANG Cananga Odorata

Der Duft von Ylang-Ylang hält lange an und ist intensiv floral. Hochqualitatives Öl zu bekommen ist dabei nicht so einfach, denn es gibt unterschiedliche Güteklassen, die von “Extraklasse” bis hin zu “Klasse III” reichen. Von der Extraklasse gibt es nur eine sehr geringe Menge, weshalb Ylang-Ylang Öl oft gepanscht wird. Unternehmen verwenden häufig auch günstigeres Canangaöl oder Gerüchten zufolge sogar Frostschutzmittel zum Panschen.

Die Bäume der Cananga Odorata stammen ursprünglich aus Indonesien, wachsen aber auch auf Madagaskar und den Komoren, welche das Zentrum der Ylang-Ylang Industrie bilden. Auf den Komoren könnte die Industrie ihren eigenen Untergang bewirken, denn es wird massiv gerodet. Dies geschieht häufig, denn die privaten Destillateure benötigen viel Feuerholz.

Gleichzeitig werden andere Wälder für Ylang-Ylang-Plantagen gerodet. Es scheint schwer, dieses Problem in den Griff zu bekommen.

 

VANILLIN

Nicht Vanille, sondern Vanillin. Es gibt Alternativen zur sehr seltenen Vanille. Wenn du dich um eine Vanilleschote wie um ein Neugeborenes kümmerst und ihr wochenlang Sonne gönnst, bilden sich mit ein wenig Glück weiße Vanillinkristalle auf der Haut. Dies spricht für die hohe Qualität der Schote.

Man kann Vanillin aber auch ohne Vanille aus anderen natürlichen oder synthetischen Quellen herstellen. Selbst aus Baumstämmen lässt es sich gewinnen, weshalb du in einer Bücherei manchmal an den Geruch von Vanilleeis erinnert wirst. Die Vanillin-Industrie ist riesig und spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion günstiger Nahrungsmittel oder Parfüms mit Vanille-Aroma.

 

METHYL IONONE

Selbst die besten Parfümeure müssen sich hin und wieder der Natur geschlagen geben, etwa beim Duft von Veilchen. Die chemischen Stoffe, die diesem Geruch am nächsten kommen, sind sogenannte Alpha-Isomethyl Ionone (oder Methyl Ionone). Sie sind farblos und haben einen puderigen, waldigen und blumigen Duft, der dem von Veilchen und Lilien ähnelt.

Alpha-Isomethyl Ionone sind sichere synthetische Stoffe, die in vielen Kosmetika und Parfüms statt Veilchen eingesetzt werden. Ionone wurden vom Chemiker Ferdinand Tiemann 1893 entdeckt und veränderten die Parfümwelt. Sie waren eine neue, günstige Alternative zu teuren, seltenen und flüchtigen Blumenölen. Heutzutage stecken sie in vielen Dingen – vom Waschmittel bis hin zum luxuriösesten Parfüm.

 

SYNTHETISCHER MOSCHUS

Geschlechtsdrüsen. Klingt nicht so, als würden sie einen wunderbaren Duft erzeugen, aber sie werden seit Ewigkeiten genau dafür genutzt. Früher direkt von Moschushirschen, die dafür sterben mussten. Heutzutage ist es zum Glück möglich, den Moschusduft synthetisch im Labor herzustellen.

Einige Arten des synthetischen Moschus schaden leider der Umwelt, indem sie sich in Flüssen und Seen negativ bemerkbar machen. Wir bei Lush wählen unseren synthetischen Moschus sorgfältig aus, um negativen Folgen für Mensch, Tier und Umwelt vorzubeugen.