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Das ist der SLush Fund

Als wir den SLush Fund im November 2010 gründeten, beschäftigte uns folgende Frage: Können wir bei Lush weitergehen, als einfach fair gehandelte Inhaltsstoffe zu kaufen und damit anfangen, unterstützende Partnerschaften mit den Menschen und Gemeinden zu bilden, die diese produzieren?

Mehr als fünf Jahre später lautet die Antwort eindeutig: ja.

Die Funktionsweise des SLush Fund ist denkbar einfach: neben den Ausgaben für Rohmaterialien und Verpackungen fließen jährlich eine Million britischer Pfund in den Fund, das sind etwa 1,2 Millionen Euro. Mit diesem Geld werden der nachhaltige Rohstoff-Anbau und Gemeindeprojekte geplant und umgesetzt. Aus einigen dieser beziehen wir unsere wundervollen Inhaltsstoffe für deine Lush Produkte.

Für unseren SLush Fund nutzen wir die Grundlagen der
Permakultur-Bewegung Dabei handelt es sich um ein natürliches Anbausystem, mit dessen Hilfe lokale Ökosysteme reichhaltiger und vielfältiger und nachhaltige Alternativen zu konventionellem Ackerbau etabliert werden. Mit den 2,6 Millionen Euro, die wir bislang gespendet haben, wurde die Entwicklung von 44 Projekten in 21 verschiedenen Ländern initiiert, darunter sechs, die wichtige Inhaltsstoffe für unser Charity Pot produzieren: Ylang-Ylang Öl, Moringaöl, Geranienöl, frische Aloe Vera, Sheabutter und fair gehandelte Bio Kakaobutter.

Charity Pot

Obwohl der Charity Pot eine komplett eigenständige und vom SLush Fund unabhängige Initiative ist, bietet er doch eine weitere Gelegenheit für uns, die Projekte zu unterstützen, an die wir glauben und von deren Handeln wir überzeugt sind. Jeder Cent, den du und andere für unseren Charity Pot ausgeben (abzüglich der MwSt.), wird an sorgfältig ausgewählte Graswurzel-Gruppen gespendet, die sich für Menschen, Tiere und die Umwelt einsetzen. Allein im Zeitraum Juli 2014 – Juni 2015 sammelten wir so weltweit 5,1 Millionen Euro.

Jede Person, die einen Charity Pot kauft, unterstützt automatisch einige der Initiativen in unserem SLush Fund – und damit auch Kampagnen, die an erster Stelle für Tiere, Menschen und Umwelt einstehen.

Der SLush Fund und die Permakultur

Im Herzen jeder unserer SLush Initiativen stehen die drei Hauptprinzipien der Permakultur: Fürsorge der Natur, Fürsorge des Menschen und faires Teilen. Wir stellen dir drei der Initiativen vor, die uns mit den Inhaltsstoffen versorgen, die den Charity Pot so besonders machen.

Inspiriert von einer hochgewachsenen Aloe Vera Pflanze beschloss Lush Mitbegründerin Helen, dass auch wir uns konkret mit dem Anbau dieser wundervollen Pflanze auseinandersetzen sollten. Also schloss sich Cadi, unsere SLush Fund Koordinatorin mit Joseph Lentunyoi – einem Permakultur-Verfechter der Massai – zusammen und begann ein Projekt mit den Frauen, die Aloe Vera in der trockenen Region Laikipia in Kenia anbauen.

Die Massai in Kenia sind Pastoralisten – eine besondere Art der Nomadenhirten. Die Aufzucht von Jungvieh ist traditionell den Männern vorbehalten, die von Region zu Region reisen, um passendes Weideland zu finden, während Frauen und Kinder zu Hause bleiben. Während der Trockenperioden müssen sie auf Gemüse verzichten und ernähren sich für gewöhnlich von Sauermilch und dem Blut ihrer Tiere. Die Lebenserwartung der Frauen liegt bei etwa 45 Jahren. Gemeinsam mit dem Laikipia Permaculture Centre und den Frauen arbeitet unser SLush Team daran, das ausgedörrte Land fruchtbar zu machen und nahrhafte Pflanzen neben Aloe Vera anzubauen, um die Natur, die Böden und nicht zuletzt die Ernährung der Frauen zu verbessern. Wir kaufen die frischen Aloe Blätter und verwenden sie für unseren Charity Pot. Sie werden im Ganzen geliefert und erst in unserer Manufaktur frisch geschnitten, um so an das Gel im Inneren zu gelangen. Die Gelder von SLush gingen vor kurzem zum Beispiel in die Finanzierung eines Zaunes, um die Aloe Pflanzen davor zu schützen, von wilden Elefanten oder Kamelen zertrampelt zu werden.

Lush Campaigns Presents: New Charity Pot

SLush Fund Projekte

Als sich unser Einkaufsteam inmitten eines sechstausend Hektar großen Regenwaldes in Peru wiederfand, herrschte eine recht trostlose Stimmung. Der Wald, um welchen sich der lokale Permakultur-Experte Limber Cabrera kümmerte, war in einem traurigen Zustand – teilweise abgeholzt, nährstoffarmer Boden, wenige wilde Tiere. Der beste Weg, den Wald zu retten, war es, sich die Landrechte zu kaufen, die Holzfäller zu verbannen und das Ökosystem des Regenwaldes wieder herzustellen.

Aber wie schafft man es, dass dieses Projekt nachhaltig wird? Wie gelingt einem der Übergang von der Unterstützung des Projektes hin dazu, dass es sich selber tragen kann? Die Antwort liegt hoffentlich im Rosenholz, einer dank der Massenabholzung bedrohten Art. Quasi aus dem Nichts hat Limber eine nachhaltige, rückverfolgbare Produktionskette von Rosenholz erschaffen. Begibst du dich heute in diesen Regenwald, stößt du auf eine Destillationsanlage, die lediglich auf natürliche Weise umgekippte Bäume oder herabgefallene Äste für die Verbrennung nutzt. Hoffentlich findet das so produzierte Rosenholzöl schon bald den Weg in einige unserer Produkte.

Beim Ghana Permaculture Institute gehen der Pilzanbau und zahlreiche andere Gemeindebasierte Projekte Hand in Handschuh mit Moringaöl, einer weiteren Zutat für unseren Charity Pot. Im Rahmen dieses Projektes trafen unsere SLush Koordinatoren auf einen Seelenverwandten: Paul Yeboah. Er ist Leiter des Ghana Permaculture Network und ein hingebungsvoller Permakultur-Experte, dem es gelingt, degeneriertem, quasi totem Land wieder neues Leben einzuhauchen und so lebenswichtiges Getreide anzubauen. Das außerhalb von Techiman in Ghana gelegene Anbaugebiet war bekannt für seine chronische Unfruchtbarkeit. Mitten in dem inzwischen artenreichen Nahrungswald und Trainingsgebiet wächst Moringa, auch „Die Magische Pflanze“ genannt. Gepresst zu leichtem, an Antioxidantien reichen Öl, wandert auch Moringa in unseren Charity Pot.

Aber was ist mit den Pilzen? Während seiner Arbeit fuhr Paul eines Tages an einem Sägewerk vorbei und hatte einen Geistesblitz, der etwas mit den Sägespänen zu tun hatte. Er nahm eine Menge davon mit und begann mit Versuchen, Pilzkulturen in den Spänen zu züchten. So machte er aus Abfall eine Ressource. Die Pilze sind inzwischen eine ertragreiche Quelle von Nahrung und Einkommen.

Obwohl du die Inhaltsstoffe, die aus unseren SLush Fund Projekten stammen, in vielen unserer Lush Produkte findest, vereint nur der Charity Pot gleich sechs von ihnen zu einer wundervollen Bodylotion. Die Verwendung von Inhaltsstoffen aus SLush Fund Projekten in unserem Charity Pot ist ein wichtiger Schritt, denn wir verdienen selber nichts an den Verkäufen – nicht einmal, um die Einkaufskosten der Inhaltsstoffe zu decken. Wenn du also einen Charity Pot kaufst, kannst du dir absolut sicher sein, dass wir das Geld an Projekte und Initiativen Spenden, die wirklich dabei helfen, die Welt zu verändern.

„Rohstoffe des SLush Fund zu ernten und zu verwenden ist ein großer Schritt“, sagt unser Lush-Chefparfümeur und kreativer Einkäufer Simon Constantine. „Kaufst du einen Charity Pot, erhältst du zu 100% rückverfolgbare, zauberhafte Inhaltsstoffe und deinen persönlichen Anteil jedes dieser Projekte“, so Simon, „also kaufe einfach einen und genieße es.“ 

Die 2,6 Millionen Euro, die wir bis heute gespendet haben, halfen bislang dabei, die Entwicklung und Umsetzung von 44 Projekten in 21 verschiedenen Ländern zu verwirklichen.

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