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Dein perfekter Haar-Tag

Deine Mähne stets in bestem Zustand zu halten, kann eine haarige Angelegenheit sein – muss es aber nicht. Folge diesen einfachen Schritten und lasse dein Traum-Haar Realität werden.

Vom klassischen Pott-Schnitt, als wir etwa zehn Jahre alt waren (natürlich von Mama, Papa, Oma oder Opa selbst geschnitten), über verrückt gefärbte Haare, Irokesen, bis hin zum asymmetrischen Bob und darüber hinaus – in unseren Teenager-Zeiten können wir wohl alle auf verschiedene glorreiche oder weniger glorreiche Haar-Phasen zurückblicken.

Aber mit der Zeit kommen Rat und Erfahrung, die du nutzen kannst, um deine natürliche Haarfarbe zur Geltung zu bringen, deinen Haartypen zu definieren und ganz genau die Produkte für deine Mähne zu wählen, die die gewünschten Effekte erzielen. Im Weg steht oft ein überlaufendes Füllhorn an unterschiedlichsten Produkten für kurzes, glattes, lockiges, schwarzes, blondes Haar. Dieser Dschungel voller „Anti-…“ und „Pro-…“ Produkte macht es schwer, das richtige für deine Wünsche zu finden. Für glückliche Haare zu sorgen, gleicht oftmals einer Kette von mehr oder weniger erfolgreichen Experimenten – begleitet von zahllosen Bad Hair Days, weil man sich mal wieder für das Falsche entschieden hat.

Aber fürchte dich nicht, denn Lush eilt herbei. Lehne dich zurück und entspanne bei der folgenden Haar-Lektüre, die dir das Schicksal über dein Haupt zurück in deine Hände legt.

Zu wissen, welche Produkte du benötigst und wie du sie anwendest, ist die halbe Miete. „Wenn du einfach nur eine Ladung Avocado auf deinen Haaren verteilst, wird nicht viel passieren. Es geht darum, die richtige Zusammensetzung an Inhaltsstoffen zu finden, um den gewünschten Effekt zu erzielen“, erklärt Lush Produkttrainerin und Haarmagierin Aleksandra Herbich. Wenn du dein Haar wirklich kennst, fällt es dir auch leichter, die besten Inhaltsstoffe für die Erfüllung deiner Wünsche zu finden. 

Vergiss Rauch und Spiegel, Hasen, die aus Zylindern schlüpfen und andere Zaubertricks. Einzigartige Resultate, die Begeisterung auslösen, erzielst du ganz ohne Magie. Stelle dir einfach ein paar entscheidende Fragen und wähle basierend auf deinen Antworten wenige, effektive Produkte.

Ohne dir jetzt einen langweiligen Biologie-Vortrag zu halten, ist dein Haar – und vor allem sein Aufbau – ziemlich beeindruckend. Haare sind genau so einzigartig, wie Fingerabdrücke, also ist es unmöglich, jemandem die passenden Produkte nur anhand der Haarfarbe oder Länge zu empfehlen. Stelle dir deinen Haartypen als eigenen Charakter vor. Dein Haar ist so komplex und einzigartig, wie du selbst.

Im Wesentlichen besteht dein Haar aus Wurzel, Haarschaft, Cuticula, Cortex und in manchen Fällen Medulla. Das klingt ziemlich kompliziert, also lass es uns dir einfacher erklären. Die Haarwurzel und der Haarschaft liegen unterhalb deiner Kopfhaut im Haarfollikel, an dessen unterem Ende das Haar produziert wird. Cuticula, Cortex und Medulla bilden nun den Teil deines Haares, der von außen sichtbar ist.

Die Cuticula: Die äußerste Schicht deines Haares. Sie wird auch Schuppenschicht genannt und besteht aus flachen, übereinander greifenden, bereits abgestorbenen Zellen, die zur Haarspitze in Form eines Tannenzapfens anliegen. Sie bewahrt dein Haar vor negativen Umwelteinflüssen und macht es wasserdicht.

Der Cortex: Macht ca. 80% deines Haares aus. Hier spielen sich zahlreiche chemische Prozesse ab, die für Frisöre relevant sind. Der Cortex besteht aus feinsten Faserbündeln, die aus Keratin bestehen. Er sorgt für Reißfestigkeit, Stabilität und Elastizität.

Die Medulla: Tritt nur in wenigen Fällen und ausschließlich bei dickem Haar auf. Hier liegt keine geordnete Struktur wie im Cortex vor, teilweise sind auch Hohlräume zu erkennen. 

Cuticula und Cortex bestimmen gemeinsam die Beschaffenheit deines Haares. Bei glattem Haar liegt die Cuticula meist flach auf und umschließt den Cortex eng. Das führt dazu, dass glattes Haar Feuchtigkeit oftmals besser speichert und glänzender aussieht, da es mehr Licht reflektiert. Das gilt jedoch nicht bei blondem Haar, denn hier steht die Cuticula für gewöhnlich auch bei glatten Haaren ab. Deshalb strahlt lockiges Haar oftmals nicht so sehr wie glattes und kann sich leichter verknoten.

Der Cortex bestimmt ebenfalls die Farbe deiner Haare, ihre Dicke und auch, ob sie lockig sind. Die Cuticula stellt sich aufgrund zahlreicher Faktoren mehr oder weniger stark auf. Zu diesen Faktoren zählen Wassertemperatur, chemische Prozesse und Hitzeanwendung beim Styling. Daher empfiehlt man häufig, sich die Haare nach dem Waschen kalt abzuspülen, da so die Cuticula flach aufliegt und die Feuchtigkeit von Shampoo und Conditioner speichert.

What hair type am I?
What hair type am I?

Das waren jetzt viele Informationen in wenigen Worten, die vor allem ohne Mikroskop schwer vorstellbar sein können. Es gibt jedoch andere Möglichkeiten, wie du dein Haar „lesen“ kannst, um es optimal zu umsorgen. Die folgende Übung hilft dir dabei, die Kunst des Haarlesens zu erlangen.

Dazu benötigst du:

Zehn Minuten Zeit

Einen Spiegel

Stift und Papier

Keine Panik – du musst kein Selbstporträt anfertigen und dir anschließend ein Ohr abschneiden, um der nächste Van Gogh zu werden.

Du kannst die Kunst des Haarlesens entweder alleine erlangen oder dir einen Menschen schnappen, der dir dabei hilft. Stelle dich in dem Fall einfach deinem Lernpartner gegenüber, statt vor den Spiegel. So könnt ihr die Übung gemeinsam durchführen, indem ihr euch gegenseitig Fragen stellt und eure Haare genauestens beobachtet. Die folgenden Schritte gelten aber für die Durchführung ohne Partner:

Stelle dich vor den Spiegel und schaue dein Haar genau und vorurteilsfrei an. Was siehst du? Betrachte seine natürliche Form, seinen Zustand, seine Farbe, was es alles durchmachen musste und wie dick es ist.

Sobald du dir all dies bewusst gemacht hast, stelle dir folgende Fragen und beantworte sie ehrlich. Was magst du am meisten an deinem Haar? Welche Effekte würdest du gerne durch die Verwendung von Haarpflegeprodukten erzielen? Schreibe am besten alles auf. Stelle dir den Look vor, nach dem du strebst. Willst du voluminöses, glamouröses Hollywood-Haar? Supergeschmeidige Locken? Wildes Haar im Beach-Look? Oder lieber simples, pflegeleichtes Haar?

Bei der Haarpflege geht es auch viel ums Experimentieren und so haben die Produkte und die Art, wie du sie verwendest, einen großen Effekt auf das Aussehen und den Zustand deiner Haare. Wichtige Faktoren hierbei sind wie du deine Haare gerne trägst, wie oft du sie wäscht und wie es deiner Kopfhaut geht.

Schnapp dir nun nochmal den Stift und zeichne deinen allerbesten Haar-Tag. Was macht aus einem guten Haar-Tag einen großartigen? Was siehst du?

Wie wir unser Haar gerne tragen, ändert sich natürlich oft mit der Zeit, aber hoffentlich hilft dir diese Übung dabei, ein wenig Durchblick zu bekommen, was du dir in diesem Moment für dein Haar wünschst. Jetzt kannst du jedenfalls damit beginnen, das Produkt-Menü zur Erfüllung deiner Idealvorstellungen zusammenzustellen.

Überlege, welche Produkte gut zu deinem Haar passen, aber arbeite auch mit solchen, die dein gewünschtes Ergebnis ermöglichen. Wenn du zum Beispiel ein Shampoo verwendest, das dir viel Volumen gibt, dann verzichte auf einen Conditioner, der den Effekt zunichtemacht, weil er dein Haar zu sehr beschwert. Überprüfe deine Haarroutine regelmäßig und passe sie an, denn dein Haar benötigt zu unterschiedlichen Zeiten auch unterschiedliche Arten der Zuwendung. Hierbei spielen Faktoren wie Wetter, Hormone oder ein neuer Haarschnitt eine wichtige Rolle. Aber habe keine Angst, verschiedene Dinge zu vermischen und mit allem rund um dein Haar zu experimentieren!

Jetzt, wo du weißt, was du für dein Haar willst, stelle dein persönliches Haar-Menü zusammen und werfe einen Blick auf unsere Haarmasken, Shampoos, Conditioner und Styling-Produkte. Dann heißt es schon bald Happy Hair Day!

 

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