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Der Re:Fund ersetzt ab sofort den SLush Fund

Der Re:Fund drückt den wahren Geist der Regeneration aus und wird ein aufregender Teil von Lush Giving. Erfahre hier, was noch hinter dem Namen steckt.

Mit dem neuen Lush Regenerative Fund, kurz Re:Fund, wollen wir regenerative Praktiken auf der ganzen Welt unterstützen. Wir drücken damit unsere Überzeugung aus, dass Nachhaltigkeit nicht mehr ausreichend ist, um unsere Umwelt zu bewahren.

Vor dem Re:Fund gab es den SLush Fund, also den Sustainable Lush Fund (auf Deutsch etwa: der Lush Fonds für Nachhaltigkeit). Ziel dieses Fonds war es, Landwirtschaftsprojekte der Permakultur und Regeneration so lange finanziell zu unterstützen, bis sie auf eigenen Beinen stehen konnten. Einige dieser Projekte belieferten uns auch mit Zutaten für unsere Lush Produkte. Mit dem neuen Re:Fund konzentrieren wir uns aber ab sofort ausschließlich auf das Geben und Unterstützen.

Ruth Andrade ist eine der Macherinnen hinter dem Re:Fund. Sie erklärt: „Ich sage gern: es waren und sind Menschen, die für den aktuellen Zustand der Welt und für die Umweltzerstörung verantwortlich sind. Und es können nur Menschen sein, die uns aus der Spirale der Degeneration wieder herausführen. Wir müssen uns wieder als Verantwortliche für Regeneration begreifen, anstatt die Umwelt weiter auszubeuten und zu zerstören.“

Laut Ruth gelingt uns das, wenn wir den uns umgebenden Ökosystemen mehr zurückgeben, als wir von ihnen nehmen. Das wollen wir mit dem Re:Fund schaffen.

Die Regeneration von SLush

Mit dem britischen SLush Fund haben wir seit 2010 Projekte auf der ganzen Welt gefördert. 2014 kam die nordamerikanische Version des Funds hinzu. Insgesamt unterstützten wir seit 2010 weltweit Projekte zur Permakultur und Regeneration mit etwa 4.800.000 Euro.

Nach acht Jahren voller Experimente und wichtiger Lernprozesse entschieden wir uns dazu, unseren Einkauf und unser Giving (also das finanzielle Unterstützen von Projekten) komplett voneinander zu trennen. Es war an der Zeit, unseren britischen SLush Fund in etwas Neues zu verwandeln.

Ruth: „Zu Beginn war SLush ein relativ offenes Experiment. Über die vergangenen Jahre gab es viele Änderungen in der Zielsetzung und wie der Fonds funktioniert. Einige der ersten SLush Gruppen wurden Lieferanten für Zutaten, andere erhielten lediglich Spenden und wiederum andere Projekte endeten.“

„Die Zeit war reif, die Strukturen zu ändern, Zielvorgaben zu definieren und unsere Erfahrungen dafür einzusetzen, unsere Investitionen in regenerative Lieferketten von unseren gemeinnützigen Spendenaktionen zu trennen.“

Natürlich hören wir nicht auf, unsere Zulieferer zu unterstützen. Jedoch trennen wir diesen Teil der Unterstützung von unserem gemeinnützigen Lush Giving ab und gliedern ihn neu ein in unseren Bereich von Buying Investments (also Investitionen beim Einkauf). Mit dem Re:Fund können wir uns so vollständig regenerativen Projekten widmen, ohne von ihnen zu verlangen, etwas zurückzugeben.

In Nordamerika jedoch bleibt der SLush Fund bestehen, da er dort bereits eher wie Buying Investments aufgebaut ist.

Warum Re:Fund?

„Vor einigen Jahrzehnten hat es durchaus noch Sinn gemacht, einfach nur Zerstörung zu bekämpfen, aber das reicht nicht mehr. Wir müssen weiter gehen. Wir müssen Umweltzerstörung aufhalten und gleichzeitig reparieren, was wir bereits zerstört haben“, so Ruth.

Sie ist der Überzeugung: wir haben den Erfolg dieses Projektes in unseren Händen.

Unser Re:Fund erstreckt sich über drei Gebiete, die alle miteinander Verwandt sind. Erstens unterstützen wir Tierschutzprojekte durch Konservation, Schutz und Auswilderung. Zweitens werden Ackerland und die Umwelt durch Projekte der Permakultur und Agrarökologie regeneriert. Drittens helfen wir Menschen durch Projekte, die nach Naturkatastrophen und Vertreibung Hilfe leisten.

Ruth erklärt, warum Regeneration eine so wichtige Rolle für ein Kosmetikunternehmen spielt: „Lush als Unternehmen verlässt sich darauf, dass es fruchtbare Böden, regelmäßige Regenfälle, vorhersehbares Wetter, Frieden und eine florierende grüne Wirtschaft gibt. Ohne all das können wir unsere Kosmetik nicht herstellen, ohne all das funktioniert unser Unternehmen nicht.“

Außerdem, fügt sie hinzu, fühle es sich einfach richtig an, so zu handeln.

Darüber hinaus wollen wir mit dem Re:Fund inspirierenden Projekten eine Plattform geben, ihre Arbeit sichtbar machen und ihre Geschichten erzählen.

Das Team vom Re:Fund hofft, dass sich das Projekt weiterentwickelt und am Ende größer wird, als Lush selbst – damit noch mehr Menschen in ihrer Arbeit zur Regeneration unterstützt werden können.

Der Lush Spring Prize

Neben dem Re:Fund verleihen wir den Lush Spring Prize an wichtige Projekte zur Regeneration von Umwelt und Gesellschaft auf der ganzen Welt.

Der Spring Prize zählt ebenfalls zum Re:Fund und wird von Lush gemeinsam mit der Ethical Consumer Research Association verliehen. Mit ihm ehren wir all jene, die für die Regeneration kämpfen.

Alle zwei Jahre unterstützen wir mit dem Spring Prize Projekte auf der ganzen Welt, die sich für die Regeneration von Gesellschaft und Umwelt einsetzen, mit insgesamt 200.000 Pfund Preisgeldern (etwa 230.000 Euro). Insgesamt vergeben wir den Preis an elf Projekte in vier verschiedenen Kategorien.

Die Jury besteht aus internationalen Expert_innen, sowie einer Person, die für Lush arbeitet, und einer Person, die Lush-Kund_in ist.

Mehr über den Re:Fund kannst du in diesem Video vom Lush Showcase erfahren. Halte auch auf unserer Website Ausschau nach zukünftigen Artikeln über von uns unterstützte Projekte.

Foto: Ein Schulgarten in Uganda, unterstützt von der Karambi Gruppe von Menschen mit Behinderungen, welche wir mit dem ehemaligen SLush Fund unterstützt haben.

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