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Die Badebibel: Von den Vorzügen des Badens

Baden ist Bombe! Das wussten schon die Römer, die sich zum Gaudium in den heißen Mineralquellen der englischen Stadt Bath treiben ließen, und Kleopatra, die auf Schönheitsbäder in Milch und Honig geschworen haben soll … Die Vorzüge des Badens sind seit Jahrhunderten bekannt. Ob als Gesundheitsanwendung in der Hydrotherapie oder schlicht für eine Extraportion Zen – ein Vollbad wirkt Wunder. Im Gespräch mit Wellness-Guru und Lush-Spa-Erfinderin Hannah Lammiman stellen wir die Frage der Fragen: Wie sieht das perfekte Vollbad aus?

TL;DR: Für ultimative Entspannung badet man am besten abends; die Wassertemperatur liegt knapp über der Körpertemperatur (37 °C+). Das Bad sollte mindestens 15 Minuten dauern, damit die Hautpflege ihre volle Wirkung entfaltet und sich Wohlbefinden einstellt. Von der hohen Kunst des Badens …

Baden ist kein Allheilmittel, sagt Hannah Lammiman, aber es kann dir den Tag versüßen: „Ein Bad ist nicht mit einer Dusche zu vergleichen. Beim Baden entspannt die Haut und wird glatter; sie wird mit Feuchtigkeit angereichert und durchblutet, die Zellerneuerung gefördert. Ein Bad ist aber auch eine Wohltat für die Seele, weil man im Wasser treibend völlig abschalten kann.“

Ein warmes Vollbad steigert erwiesenermaßen das geistige Wohlbefinden und verbessert die circadiane Rhythmik, also den Schlaf-Wach-Rhythmus, unsere „innere Uhr“. Regelmäßige Bäder steigern aber auch das physische Wohlbefinden: Studien belegen, dass Vollbäder den Blutzucker senken, die Herzgesundheit deutlich verbessern und wir dabei gleich viele Kalorien verbrennen wie bei einem 25- bis 30-minütigen Spaziergang. Soll nicht heißen, dass die Badewanne dein Workout ersetzt, aber die Vorzüge des Badens liegen klar auf der Hand.

Bei welcher Wassertemperatur badet es sich am besten?

Unser Hitzeempfinden ist höchst individuell. Im Allgemeinen liegt die ideale Wassertemperatur knapp über der Körpertemperatur, bei rund 37 °C. Ab 39 °C wird das Herz belastet. Am besten du machst den Handtest: Wenn du die Hand ins Wasser tauchst und zurückschreckst, ist das Wasser zu heiß.

Wer jemals dennoch im heißen Wasser ausgeharrt hat, weiß, dass man danach duselig und wackelig aus der Wanne steigt, als würde man demnächst an Grippe erkranken. Solche Bäder treiben sogar den größten Wasserratten die Lust aufs Baden aus. Aber wie kommt es zu diesem Benommenheitsgefühl?

Wenn die Körpertemperatur rasch ansteigt, kann der Blutdruck ebenso rasch in den Keller sinken. Das Herz beginnt zu rasen und wir fühlen uns benommen. Hannah empfiehlt daher, sehr heiße Bäder zu meiden und lieber warmes Wasser nachzuschießen, wenn man bereits in der Wanne liegt. Beim Einlassen sollte man übrigens auf die richtige Füllmenge achten: Ein Badeprofi taucht ganz ein, ohne das ganze Bad zu fluten. Und wer es nicht erwarten kann, auf Tauchstation zu gehen, stellt während des Einlassens eine Entspannungs-Playlist zusammen oder schnappt sich das passende Buch.

Wie lange sollte der Badegenuss dauern?

Stehst du auf kurze Badevergnügen oder liebst du es, wenn die Haut ganz schrumpelig wird? Während es manchen nicht lang genug dauern kann, sitzen andere selbst im Wasser auf Nadeln. Badeprofis beherrschen das 15- bis 30-minütige Nichtstun ohne das geringste Gefühl, etwas zu verpassen. Aber wie lang ist „lang genug“? Hannah bringt es auf den Punkt:

„Wenn man Bittersalze, Magnesium oder schmerzlindernde Zusätze beifügt, sollten es schon 20 Minuten sein, damit die Muskulatur gelockert wird und die Wirkstoffe in die Haut eindringen können.“

Baderituale

Rituale bestimmen unseren Alltag. Sie sind uns meist gar nicht bewusst, etwa wenn wir jeden Morgen zur gleichen Zeit mit Croissant und Kaffee in den Tag starten oder vor dem Schlafengehen mit einer Tasse Tee entspannen. In der Hektik des Alltags, mit der wir mit fortschreitendem Alter immer schlechter zurechtkommen, geben uns Rituale Halt, Sicherheit und Kontrolle. Für Hannah ist das ritualisierte Vollbad eine wunderbare Möglichkeit, sich Gutes zu tun:

„Ritual- und Routinehandlungen sind sehr wichtig. Schon als Babys werden wir an die Abfolge von Bad, Babyflasche und Bett gewöhnt. Als Erwachsene können wir das Baden wieder zu einem fixen Ritual machen, indem wir Kerzen anzünden, uns von Musik berieseln lassen, ein Podcast anhören und unsere Lieblings-Badeprodukte verwenden. Schon die Vorfreude an das abendliche Bad kann für sich ein schönes Ritual sein. Das Baden ist eine günstige Möglichkeit, sich selbst etwas Gutes zu tun und sein Seelenheil zu pflegen.“

Wenn du es liebst, ein Bad zu nehmen, bevor du in die Federn kriechst, haben wir gute Neuigkeiten für dich: Studien belegen, dass das Bad vor dem Bett den Schlaf fördern kann. Dabei erwärmt sich der Körper und kühlt danach schnell wieder ab, ähnlich dem natürlichen Temperaturabfall des Körpers, der uns abends schläfrig werden lässt. Dadurch schlummern wir schneller ein und schlafen besser. Wer abends nur schwer abschalten kann, ist mit dem Abendbad also bestens beraten.

Kein Badewanne? Kein Problem!

Das Lush Spa im englischen Bath verwöhnt dich mit den Tales Of Bath, einem 75-minütigen, eigens für das Bath Spa entwickelten Wohlfühl-Treatment. Dabei kannst du nach einer schlaffördernden Massage in einer freistehenden Badewanne in das Reich der Träume entschlummern. Und weil nicht alle Badehungrigen in Bath wohnen, gibt es dieses Spezialtreatment jetzt in allen Lush Spas weltweit. Also, nichts wie buchen und genießen!

Wann wird die Badebombe fallengelassen?

Darüber scheiden sich die Geister: Kommt deine Lieblings-Badebombe vor oder nach dir ins Wasser? Das bleibt ganz und gar dir überlassen. Unter dem Hashtag #WeTheBathers lassen wir uns gerne von deinen Badeerlebnissen und Badebomben-Vorlieben inspirieren.

Ob kurz oder lang, heiß oder kalt – ein Bad hält für alle etwas bereit. Und mit der neuen Badebomben-Kollektion wird jedes Bad garantiert Bombe!

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