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ARTIKEL

Die Kakao-Bäuer*innen vom Rand des Gola Regenwaldes

Dank regenerativer Landwirtschaft beginnt nach Jahren der Krisen in Sierra Leone die Wiederaufforstung von zerstörten Regenwäldern. Erfahre, wie:

Die Fair Trade Bio-Kakaobutter in unseren neuen Charity Pot Coins wird von Bäuer*innen produziert, die in Sierra Leone am Rand des Gola Regenwaldes leben und arbeiten. Unser Zulieferer Tradin Organic unterstützt sie mit Trainings für ökologische Landwirtschaft. Gemeinsam arbeiten die Bäuer*innen daran, einen der am stärksten bedrohten Regenwälder in Westafrika wieder aufzuforsten. Die Biodiversität dort ist einzigartig und muss bewahrt werden.

Wie ein Smaragd schimmert der Regenwald im Herzen der Westküste von Afrika. Er ist so groß wie New York City. Hier leben unter anderem das Zwergflusspferd und über 300 Arten von Vögeln. Willkommen im Nationalpark Gola Regenwald. Er ist ein kostbarer Lebensraum für Tiere in Sierra Leone. Er ist ein anerkannter Biodiversitäts-Hotspot. Über die Hälfte aller Pflanzen im Nationalpark kommen nur dort vor. Zwar ist das Gebiet als Nationalpark geschützt und beheimatet zahlreiche vom Aussterben bedrohte Spezies, dennoch ist auch es selbst in Gefahr.

Sierra Leone musste in den letzten Jahrzehnten unendliches Leid ertragen: Militärgewalt, Gesundheitskrise, ausbeuterische Industrie und mehr. Ein jahrzehntelanger Bürgerkrieg begann im Jahr 1991 und forderte mindestens 50.000 zivile Todesopfer. Hunderttausende Menschen mussten ihre Heimat verlassen. Der Gola Regenwald war ursprünglich fünf Mal so groß wie jetzt. Er wurde abgeholzt, in ihm wurden Minen errichtet, er wurde zu Agrarland umfunktioniert. All das aufgrund von Profitgier ausländischer Unternehmen. Nur ein äußerst geringer Anteil des finanziellen Gewinns dieser ausbeuterischen Industrie blieb in Sierra Leone.

Die Ebola-Krise im Jahr 2014 führte zu über 15.000 infizierten Menschen in Sierra Leone. Unzählige weitere Menschen verloren ihre Lebensgrundlage. Vor allem Bäuer*innen, die 70% der arbeitenden Bevölkerung ausmachen, litten, für sie brachen schwere Zeiten an. Viele Kakao-Bäuer*innen mussten ihre Ernte aussetzen. Ländliche Gemeinden und die Kakaoindustrie in Sierra Leone suchten verzweifelt nach Rettung.

Der Weg zu ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Gesundheit

Wie sieht in einem von Krisen gebeutelten Land dieser Weg zu Gerechtigkeit und Fairness aus? Einige Lösungsansätze bietet regenerative Landwirtschaft.

Mit regenerativer Landwirtschaft ist der Weg frei für vielseitige, üppige Landschaften, reichhaltige Ernten und mehr. Sie ist ein holistischer Ansatz für gesunde Ökosysteme, von denen Menschen und Gemeinschaften ebenso profitieren, wie die Natur. Sie bietet eine Grundlage für soziale Gerechtigkeit und Arbeitnehmer*innen-Rechte.

Tradin Organic ist einer unserer langjährigen Zulieferer für Kakaobutter. Das Unternehmen erkannte eine gute Gelegenheit, um in Sierra Leone für ein gerechteres, nachhaltigeres Anbausystem einzustehen. Die Vision war es, den Gemeinschaften zu mehr sozialer und wirtschaftlicher Gesundheit zu verhelfen, die am Rande des Regenwaldes anbauen. Ziel war es auch, Abholzung zu unterbinden und gleichzeitig den Regenwald wieder aufzuforsten, um die Biodiversität zu stärken.

Also gründete Tradin Organic im Jahr 2017 eine Tochtergesellschaft in Sierra Leone. Seitdem arbeitet diese vor Ort mit Agrarexpert*innen im regenerativen Feld und Bio-Bäuer*innen zusammen, um Schulen für die anderen Bäuer*innen zu etablieren. Inzwischen sind die Beziehungen zu den Bäuer*innen vor Ort sehr eng und erfolgreich. Über 36.000 Farmer*innen haben eine Bio-Zertifizierung, mehr als 11.000 sogar ein Fair Trade Zertifikat. Das erlaubt es ihnen, ihre Produkte zu einem weitaus besseren, fairen Preis zu verkaufen und ausreichend Geld zu verdienen.

Kakao: Butter für bessere Zeiten

Die Rückverfolgbarkeit in den Lieferketten von Kakao ist nicht einfach zu gewährleisten. Dadurch ist es schwer, Händler*innen und Käufer*innen zur Verantwortung zu ziehen. Kinderarbeit ist ein häufiges Problem in der Kakaoindustrie, vor allem in Westafrika. In Sierra Leone scheint das Problem geringer zu sein, da die Farmen kleiner sind. Um die Bäuer*innen in Sierra Leone weiter darin zu unterstützen, die bestmöglichen Arbeitsbedingungen zu schaffen, arbeitet Tradin Organic mit einer Kinderschutz-Organisation zusammen. Sie leisten Präventionsarbeit, Aufklärung und ermöglichen bessere wirtschaftliche Voraussetzungen, um Kinderarbeit zu verhindern.

Inzwischen gibt es über 65 Bäuer*innen-Schulen und nahezu 100 Anbauflächen zu Demonstrationszwecken. Über 6.600 Menschen profitieren davon. Die Farmer*innen am Rande des Gola Regenwaldes profitieren aus erster Hand von effektiver biologischer, regenerativer Landwirtschaft. Es werden außerdem Baum-Setzlinge verteilt. Sie werden mit den Kakaopflanzen vermischt eingepflanzt, um eine gesunde Vielfalt zu gewährleisten. So können die Bäuer*innen Nahrungsmittel-Unabhängigkeit erlangen und nahrhafte, zur Umgebung passende Pflanzen für sich selbst und ihre Gemeinden anbauen. Gleichzeitig forsten sie den Gola Regenwald auf.

Positive Folgen und Nebeneffekte

Einer der Grundsätze regenerativer Landwirtschaft und anderer regenerativer Designs wie Permakultur oder Agrarökologie ist es, im gesamten System positive Folgen und Nebeneffekte zu erzeugen. Wie kann eine Gemeinschaft so aufgebaut sein, dass Gesundheit, Vielfalt und üppiges Wachstum für alle Menschen, Tiere und Pflanzen gewährleistet sind?

Wir bei Lush haben das Prinzip in ein Produkt gepackt: unsere neuen Charity Pot Coins. 100% der Erlöse durch den Kauf (abzgl. MwSt.) dieser nackten, veganen und festen Bodylotion wandern in einen Spendentopf. Von diesem profitieren Graswurzelorganisationen und Kampagnen auf der ganzen Welt, die sich für Menschenrechte, Tierschutz oder Umweltschutz einsetzen. Die Zutaten der Charity Pot Coins wurden sorgfältig ausgewählt, basierend auf unseren Richtlinien zum ethischen Einkauf. Die Kakaobohnen aus Sierra Leone werden vor Ort von den Landwirt*innen getrocknet und fermentiert. Anschließend werden sie an Crown of Holland in den Niederlanden geschickt und zu hochwertiger Fair Trade Bio-Kakaobutter verarbeitet. Diese landet dann in unseren Charity Pot Coins.

Der Glanz und Glitzer kehren in Sierra Leones grünen Diamanten zurück

Tradin Organic verstärkt sein Engagement in Sierra Leone. Das Unternehmen hofft, bald Kakao mit einer positiven Klimabilanz anzubauen. Das bedeutet, dass die Anbaumethoden mehr CO2 abbauen, als erzeugen. Das ist ein großartiger Hoffnungsschimmer für Kakao, der weltweit in zahlreichen Nahrungsmitteln und Kosmetikartikeln verarbeitet wird.

Dank der aufopferungsvollen Arbeit der Landwirt*innen hinsichtlich der Wiederaufforstung kehrt der Glanz in den Regenwald zurück. Die Hoffnung für faire Anbaumethoden und die Biodiversität des Gola Regenwaldes lebt.

Cocoa butter farmers in Sierra Leone
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