ARTIKEL

Henna: eine sichere Alternative zu synthetischen Haarfarben

Allein in Großbritannien färben sich die Menschen jedes Jahr mehr als 100 Millionen Mal die Haare, etwa 60% davon in den eigenen vier Wänden. Mehr als ein Drittel aller Frauen und 10% der Männer färben sich ihre Haare regelmäßig. Jährlich liegt die Zahl der Haarfärbungen in britischen Friseursalons bei etwa 45 Millionen insgesamt.

Das Marktforschungsinstitut Mintel schätzt, dass etwa 355 Millionen Euro jährlich in Großbritannien durch den Verkauf von Haarfärbungen für zu Hause umgesetzt werden. Supermärkte und Drogerien verkaufen demnach mindestens 50 Millionen Haarfärbungen pro Jahr.

Die Europäische Kommission schätzt, dass zwischen 1% und 2% der Personen, die sich die Haare färben, allergisch darauf reagieren. Untersuchungen von Allergy UK ergeben, dass sich die Anzahl von allergischen Reaktionen aufgrund von Haarfärbemitteln in den letzten 20 Jahren verdreifacht hat. Teilweise ist dies darauf zurückzuführen, dass die Haare häufiger gefärbt werden, außerdem sind die Färbemittel günstiger, effektiver und einfacher in der Anwendung geworden.

„Wenn man die Haare mit synthetischen Mitteln färbt, wird dabei die Haaroberfläche geöffnet, die für den Glanz der Haare verantwortlich ist“, erläutert Lush Mitbegründer Mark Constantine. „Die Chemikalien dringen in das Haar ein und verändern dort deren natürliche Farbe. Außerdem durchdringen sie die Haut und gelangen über den Blutkreislauf in den gesamten Organismus.“

Henna hingegen umschließt und färbt die Haare lediglich von außen und verblasst kontinuierlich über einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten.

„Die permanenten Haarfärbemittel sind das Problem“, erklärt Dr. White vom St. John‘s Institute of Dermatology in Großbritannien. „Der Aufdruck ‚Kann schwere allergische Reaktionen hervorrufen‘, der auf diesen Haarfarben steht, ist sehr bedenklich, denn solch einen Warnhinweis würde man nicht auf ein sicheres Produkt drucken.“

Selbst Haarfarben, die als ‚natürlich‘ ausgezeichnet sind, können Chemikalien enthalten, die eine allergische Reaktion verursachen. Deshalb empfiehlt die gemeinnützige Organisation Allergy UK Henna oder andere rein pflanzliche Haarfarben als sicherste Varianten. Man sollte nur unbedingt darauf achten, kein sogenanntes ‚Schwarzes Henna‘  zu verwenden. Dies wird manchmal für Hennatattoos benutzt und ist eigentlich ein synthetisches Färbemittel, das Para-Phenylenediamine (PPD) enthält, welche schwere allergische Reaktionen hervorrufen können.

„Echtes Henna (das nicht durch Phenylendiamine verunreinigt ist) ist sicher“, sagt Dr. White. „Leider enthalten viele Hennaprodukte – selbst welche, die als ‚natürlich‘ gekennzeichnet sind – permanente Haarfärbemittel.“

Bei Lush gibt es keine synthetischen Haarfärbungen zu kaufen, denn Henna stellt eine natürliche, sichere Alternative dar, die auch besser für Körper und Haare ist. Die Hennapflanze ist im Mittleren Osten heimisch und wird dort schon seit der Antike zur Färbung von Haut und Haaren verwendet.

Teste, bevor du färbst

Allergische Reaktionen auf Henna sind eher die Ausnahme, aber um sicherzugehen, solltest du zuerst einen Test machen. Einige Menschen reagieren auf den natürlichen Hennafarbstoff Lawson allergisch, das ist das orange-rote Pigment in den Blättern der Pflanze. Gib einfach etwas angerührtes Henna auf deine Haut und warte circa eine Stunde. Beobachte dabei, ob sich deine Haut merkwürdig anfühlt.

Obwohl allergische Reaktionen auf Henna sehr untypisch sind, fallen diese eher harmlos aus – du wirst nur ein Jucken auf der Kopfhaut verspüren. Allergische Reaktionen auf PPD (Para-Phenylenediamine) hingegen, welche in synthetischen Haarfärbemitteln und verfälschtem Henna vorkommen, beinhalten unter anderem Rötungen, Brennen, Juckreiz und Hautirritationen auf dem Kopf, im Gesicht und im Nacken.

Seit 2011 ist in der EU ein Warnhinweis auf Haarfärbemitteln vorgeschrieben, der Kunden über eine mögliche allergische Reaktion informiert und sie dazu animiert, einen Strähnchentest durchzuführen.

Dr. White ist allerdings der Meinung, dass diese Warnhinweise nicht auffällig genug platziert sind. 

Auch in Friseursalons besteht das Risiko einer allergischen Reaktion, obwohl die meisten seriösen Salons zuvor immer auf einen Test bestehen. Diese Vorsichtsmaßnahme wird allerdings oft nur bei der ersten Anwendung durchgeführt, es kann aber durchaus vorkommen, dass man plötzlich gegen etwas allergisch reagiert, was man zuvor immer gut vertragen hat. Um wirklich aussagekräftig zu sein, müssten diese Tests außerdem von einem Allergieinstitut durchgeführt werden.
 

Dr. White erläutert: „Durch den Strähnchentest, der von den Herstellern empfohlen wird, können schwere allergische Reaktionen erkannt werden, bei Personen mit einer leichten Allergie ist die Reaktion mitunter aber nicht so deutlich und wird übersehen.“

Obwohl die meisten Reaktionen nicht so schlimm ausfallen, kann sich mit der Zeit selbst aus kleinen Irritationen eine schwerere Allergie entwickeln. Deshalb ist es sinnvoll, ganz auf synthetische Haarfärbemittel zu verzichten.
 

Allergy UK bestätigt: die synthetischen Haarfärbemittel enthalten sehr viele unterschiedliche Chemikalien, jede einzelne davon könnte eine allergische Reaktion auslösen. Der größte Übeltäter ist allerdings PPD. So geht das European Scientific Committee On Consumer Safety davon aus, dass 80% aller allergischen Reaktion beim Haarefärben auf PPD zurückzuführen sind. 

PPD ist eine chemische Verbindung, die in fast allen dauerhaften und langanhaltenden Haarfärbemitteln zum Einsatz kommt, um die Farbe zu fixieren. In dunklen Tönen wie Schwarz oder einem satten Braun sind die Konzentrationen höher. Außerdem ist es der effektivste bekannte Wirkstoff, um graue Haare abzudecken. Um das Haarefärben sicherer zu machen, wurden schon viele Chemikalien als mögliche Alternativen untersucht, darunter Para-Aminodiphenylamin (PADA), Paratoluenediamin (PTDA) und 3-Nitro-p-Hydroxethylaminophenol, die eher in helleren oder rötlichen Haarfärbemitteln stecken. Dennoch können auch diese Inhaltsstoffe Irritationen hervorrufen, denn sie sind nicht sicher – nur sicherer.
 

Dr. White empfiehlt: „Wenn du sicher gehen willst, verwende sie nicht.“

Persisches Henna von Lush

Henna ist eine Pflanze, die im mittleren Osten beheimatet ist. Sie wird schon seit dem Altertum zum Färben von Haut und Haaren verwendet. Unser Lush Henna wird aus dem hochwertigen persischen Henna hergestellt und enthält keinerlei synthetische Haarfärbemittel. Die getrockneten Blätter des Hennastrauchs werden zu Pulver zermahlen, mit fair gehandelter Bio Kakaobutter vermengt und zu einem Block gepresst. Anschließend werden weitere natürliche Inhaltsstoffe hinzugegeben, um die unterschiedlichen Töne zu erzielen: Brun, Marron, Noir und Rouge.

Brun enthält zusätzlich Indigo und eine Prise gemahlenen Kaffee, um ein sattes Schokoladenbraun zu erzeugen. Der leuchtende Kastanienton von Marron entsteht durch gemahlenen Kaffee und Zitronensaft. Noir ist mit reichlich Indigo für einen blau-schwarzen Effekt gefüllt und in Rouge steckt zusätzlich Zitronensaft, um ein lebendiges, leuchtendes Rot zu erzeugen.

Unser Henna sorgt nicht nur für tolle Farben, durch die Kakaobutter und die ätherischen Öle wirkt es außerdem intensiv pflegend und bringt das Haar zum Glänzen und Duften. Dank der verschiedenen Zutaten legt sich die Farbe wie ein natürlicher Schutz um das Haar. Es verleiht dadurch feinem Haar mehr Struktur, außerdem wird die Haaroberfläche geglättet, so dass sich kleine Knötchen leichter lösen und krauses Haar der Vergangenheit angehört. Es verleiht rundum gesundes Haar mit tollen Farben, ohne die ganzen gruseligen Chemikalien.

Allein in Großbritannien färben sich die Menschen jedes Jahr mehr als 100 Millionen Mal die Haare, etwa 60% davon in den eigenen vier Wänden.

Kommentare (0)
0 Kommentare
Ähnlicher Content (4)

Ähnliche Produkte

4 Artikel
Rouge henna
Henna
Flammend wie ein Phönix
16,50 €
325g
Henna
Heiße Schokolade
16,50 €
325g
Marron
Henna
Kastanienbrauner Glanz
16,50 €
325g
Caca Noir
Henna
Alles auf Indigo
16,50 €
325g