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ARTIKEL

Leben nach dem Prinzip Permakultur

Du willst wissen, wie du Permakultur in deinen Alltag integrieren kannst?

Viele verbinden den Begriff Permakultur mit einer utopischen Zukunft, in der alle von uns auf kleinen Farmen leben, unser eigenes Essen anbauen, unseren Müll kompostieren, Energie aus Solarzellen oder Wind gewinnen und Plastiktüten längst ersetzt haben durch selbstgestrickte Taschen aus dem Hanf, der in unserem Garten wächst. Diese Vision ist für viele Menschen ein wahrer Traum, vor allem, wenn sie enttäuscht sind von dem alles andere als nachhaltigem Leben, welches derzeit vorherrscht, sowie der allgegenwärtigen Bedrohung des Klimawandels. Aber ist diese Vision umsetzbar, wo doch die meisten von uns in Städten leben und kaum Möglichkeiten haben, eigenes Land zu bebauen? Kann man auch dann nach dem Prinzip der Permakultur leben, wenn man kein eigenes Essen anbaut? 

Das Konzept der Permakultur umfasst Ethiken und Design-Prinzipien, die uns dabei helfen können, einen nachhaltigeren Lebensstil zu führen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Permakultur verfolgt einen positiven Ansatz, es geht darum, ja zu sagen – ja zu einem Leben, das reichhaltig, vielfältig und frei von unnötigem Konsum begrenzter Ressourcen ist. Das bedeutet nicht, dass jeder von uns über sein eigenes Stück Land verfügen und seine eigene Nahrung anbauen muss, obwohl es für die, die es machen können, natürlich großartig ist. 

Doch auch Klein- und Großstädte bieten die unterschiedlichsten Möglichkeiten, sich das Prinzip der Permakultur zu Nutzen zu machen und damit Ressourcenverschwendung und Müllproduktion einzudämmen. Balkons und Dächer können zu Anbauflächen umgewandelt werden und Gemeinschaftsgärten bieten Gelegenheiten, selber Hand anzulegen, wenn dir nach dem Ausleben deines grünen Daumens ist. Der öffentliche Nahverkehr und Fahrräder sind die effizientesten Fortbewegungsmittel in der Stadt – und die umweltfreundlichsten.  

Unseren Konsum zu reduzieren und damit einen positiven Effekt auf unsere Umwelt zu haben, erfordert ein wenig mehr Nachdenken und Anstrengung und ist in vielerlei Hinsicht konträr zu unserem hektischen Alltag. Oft nimmt unsere Arbeit so viel Zeit unseres Tages ein, dass wir zur einfachen Lösung greifen – Essen zum Mitnehmen in Wegwerf-Behältern, Milch und Brot aus dem nächsten Discount-Supermarkt.

Auf Basis der Permakultur zu denken heißt Dinge zu konsumieren, deren Herstellung weniger Energie benötigt und weniger Müll produziert. Es bedeutet, Dinge zu kaufen, die fair, ethisch und umweltfreundlich hergestellt wurden. So viel wie möglich von lokalen Bauern zu beziehen hilft dabei, die lokale Wirtschaft zu stärken und reduziert Müll sowie Verpackungskosten. Einige Güter, darunter Kaffee, Tee und Erdnussbutter, wirst du nicht von deinem örtlichen Bauern beziehen können, aber hier kannst du dich für fair gehandelte Bio-Varianten entscheiden und auf diese Weise gute, faire Agrarkultur für Bauern in anderen Ländern fördern. Komplett selber zu kochen ist darüber hinaus nicht nur die nahrhafteste Variante, sondern reduziert Müll und Kosten.

Städte bieten außerdem ausgezeichnete Möglichkeiten des Recyclings, ganz einfach weil hier so viele Menschen an einem Ort sind und mit ihnen eine Vielzahl an Dingen. Es gibt viele ausgeklügelte Wege, Sachen zu recyceln, von Möbeln, über Kleidung bis hin zu Dienstleistungen. Die Teilnahme an Kleidertauschs, LETS-Veranstaltungen (LETS steht für Local Exchange Trading System, also lokales Tauschhandel-System) und der Einkauf auf Websites, die recycelte Ware anbieten, reduziert den unnötigen Konsum. 

Ein Leben nach dem Prinzip der Permakultur startet mit unserer Art zu denken. Wir müssen damit anfangen, das große Ganze in den Fokus zu rücken, denn wir sind Teil von etwas Größerem, untereinander abhängig und alle unsere Aktionen haben Einfluss auf alles, darunter auch das Ökosystem um uns herum.

Wie kann ich mitmachen?

Bei Mundraub.org kann jeder darüber informieren, wenn er an öffentlichen Orten essbare Pflanzen gefunden hat. Außerdem kann man sich hier zu Sammelaktionen oder gemeinsamen Ausflügen verabreden und lernt nebenbei noch etwas über einheimische Kräuter und essbare Pflanzen.

Wenn du mehr über die solidarische Landwirtschaft erfahren willst, dann bist du auf dieser Homepage richtig. Hier lernst du nicht nur etwas über die Prinzipien der solidarischen Landwirtschaft, sondern kannst dich auch informieren, welche Bauern und Initiativen es in deiner Nähe gibt.

Auf der Website des Permakultur-Institutes kannst du dich weitergehend über die Geschichte, Ideen und Prinzipien der Permakultur informieren. Zudem wird hier offenbart, warum ein Umdenken aller hin zur Permakultur für Menschen, Tiere und unseren Planeten gleichermaßen gesund ist.

Die Initiative Meine Ernte Gemüsepatronat hat es sich zum Ziel gesetzt, gemeinnützige Organisationen, die einen Gemüsegarten ins Leben rufen wollen, und Unternehmen, sowie andere potentielle finanzielle Unterstützer in ganz Deutschland zusammenzubringen. Mit 250 Gärten an 26 Standorten wurde der Grundstein gelegt. Buche dir deinen eigenen Gemüsegarten, erfahre, wie du sonst noch mitmachen kannst, und welche Gärten es in deiner Nähe gibt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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