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ARTIKEL

Lush Deutschland - 100 Tage Action Plan

Wie können Unternehmen echte Verbündete sein?

In der Vergangenheit haben wir viele Fortschritte darin erzielt, Gender-Diversität in all unseren Bereichen zu steigern. Wir stehen zu unserem Wert „All are welcome. Always.“. Die aktuelle #BlackLivesMatter Bewegung hat uns aber einen Spiegel vorgehalten, in dem wir erkennen, dass wir noch lange nicht genug unternehmen. Wir müssen zugeben, dass wir bislang keinen inklusiven, sicheren, willkommen heißenden Ort für PoC und insbesondere Schwarze Menschen bieten.

Wir wissen, dass es sich dabei um systemische Unterdrückung, Rassismen und Ungleichbehandlung handelt, die tief in den Grundlagen unserer Gesellschaft verankert sind. Wir wissen, dass es unmöglich ist, keinerlei Fehler diesbezüglich zu begehen. Wichtig ist, wie wir aus unseren Fehlern lernen, gute Absichten sind nicht genug. Wir wollen lernen und zu einem verbündeten Unternehmen werden. Wir sind bereit, viel Arbeit diesbezüglich zu leisten, darüber transparent zu informieren und die Debatte rund um das Thema voranzutreiben.

 

100 Tage Action Plan

Unser Mutterunternehmen in Großbritannien hat einen 100-Tage Action Plan in Folge der aktuellen #BlackLivesMatter Bewegung erstellt. Diesen werden wir für Deutschland adaptieren. Er sieht wie folgt aus:

Durch diesen Plan verpflichten wir uns zu folgenden Dingen:

  1. Wir teilen eine öffentliche Stellungnahme bezüglich Black Lives Matter. Außerdem teilen wir öffentlich, welche Schritte wir als Unternehmen nun gehen, um transparent für Diversität und gegen Rassismus einzustehen. (Die Stellungnahme findest du hier)
     
  2. Sichtbare Veränderung durch Messbarkeit: Gezielte Unterstützung von BPoC-Gruppen, Förderung von Diversität bei unseren Angestellten, anonyme Auswertung von Beschwerden der Angestellten bezüglich Rassismus.
     
  3. Als Unternehmen Richtlinien für alle Mitarbeiter*innen schaffen, um alle dafür verantwortlich zu machen, dass ein Safe Space existiert, in dem alle Stimmen gehört werden.
     
  4. Den 100-Tage Action Plan veröffentlichen (du liest ihn gerade). Ebenfalls werden wir die Ergebnisse nach 100 Tagen veröffentlichen und einen weiteren Plan, der diesen aufgreift und gewährleistet, dass wir auch nach den 100 Tagen weitermachen.
     
  5. Meetings, Workshops und Infoveranstaltungen mit unseren Bereichen Retail (Shops), Manufaktur und den Support-Teams (also Branding, Finanzen, Personal, PR usw.), damit der Plan in den kommenden 100 Tagen vielfältig in die Tat umgesetzt wird.
     
  6. Sammeln von anonymen demografischen Daten, um zu messen, wie es in unserem Unternehmen bezüglich Diversität überhaupt aussieht. Dafür müssen wir zunächst eine angemessene Art der Datenerhebung implementieren.
     
  7. Training unserer Führungsebene, Personalabteilung und Manager*innen, sowohl intern mit qualifizierten Mitarbeiter*innen, als auch extern mit entsprechend geschulten Organisationen und ExpertInnen. Die Themen, die in den Trainings behandelt werden, umfassen unter anderem „Unbewusste Vorurteile“ (Unconscious Bias), systemischen und individuellen Rassismus. In der Folge weitere Trainings, um Bereiche offenzulegen, in denen wir Möglichkeiten haben, einen inklusiven Arbeitsplatz zu gestalten.
     
  8. Auf Freiwilligenbasis: Empowerment-Workshops für BPoC-Mitarbeiter*innen, um eventuelle Blockaden in der beruflichen Weiterentwicklung und Karriere zu lösen. Außerdem Empowerment für BPoC-Mitarbeiter*innen, das ihnen ermöglicht, Mentor*innen auf diesen Gebieten zu werden.
     
  9. Überprüfung aller Einstellungs-Prozesse, Einstiegstrainings, Onboardings, Richtlinien zu Respekt auf der Arbeit. Gestaltung einer Richtlinie, wie wir mit Vorurteilen, Mikroagressionen und Diskriminierung bei der Arbeit umgehen. Trainings zu den Richtlinien mit allen Angestellten, damit sie diese umsetzen können. Schaffung einfacher Prozesse, um im Unternehmen effektiv Feedback zu geben und Prozesse zur Veränderung in die Wege zu leiten, sollte man Diskriminierung erfahren.
     
  10. Überarbeitung unserer Einstellungsverfahren, um unabhängig von der kulturellen und sozialen Herkunft, von Alter, Religion, Weltanschauung oder sexueller Orientierung Diversität und Repräsentation aller Menschen in unseren Teams zu ermöglichen. Aktive Bekanntmachung von freien Stellen auch innerhalb der BPoC-Community, neue Ansätze beim Onboarding und Gründung einer Arbeitsgruppe, um erarbeitete Strategien zu etablieren.
     
  11. Wir werden Menschen, die neu bei Lush anfangen und klare Erwartungen in Bezug auf unsere Werte, Diversität und Inklusion haben, Trainings diesbezüglich ermöglichen.
     
  12. Trainings der Shop-Mitarbeiter*innen verbessern, um ihnen mehr Selbstbewusstsein im Service einer diversen Kund*innenbasis zu ermöglichen.
     
  13. Unseren Einkauf dafür nutzen, BPoC-Zulieferer*innen und Produzent*innen wenn möglich zu unterstützen. Unsere Zulieferer*innen ermutigen, ebenfalls starke Werte in Bezug auf Diversität und Inklusion zu etablieren und vorzuleben, sowie bestehende Strukturen und Abhängigkeitsverhältnisse herauszufordern.

 

Dies sind die Punkte des britischen 100-Tage Action Plans, die wir ebenfalls in Deutschland umsetzen werden. Der britische Plan enthält jedoch noch weitere Punkte, die wir vermutlich erst nach und nach angehen können, das liegt an der internen Unternehmensstruktur. Wir verpflichten uns, auch die folgenden Punkte in Deutschland so schnell es geht umzusetzen:

  1. Überprüfung aller Produktnamen, Inhalte, Artikel, Schilder in den Shops, Labels und Produktbeschreibungen, um etwaige Stereotypen zu entfernen. Sicherstellen, dass alle zukünftigen Produkte und Inhalte dahingehend überprüft werden.
     
  2. Weiterentwicklung unserer Produktlinie, um wirklich alle Bedürfnisse zu erfassen und  Trainings unserer Shop-Mitarbeiter*innen, um diesbezüglich eine optimale Beratung durchführen zu können.

 

Wir nehmen den 100-Tage Action Plan ernst und werden alles daransetzen, uns zu verbessern, um ein inklusiveres und diverseres Unternehmen zu sein. Wir halten dich über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

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