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Produkttests am Limit

An lebenden Menschen zu testen, statt an Tieren, sagt uns so viel mehr ...

Als unser Sortiment an Sonnenschutzprodukten gerade frisch aus der Entwicklerstube kam, wurde es (zusammen mit Erfinder Daniel Campbell) den ganzen Weg nach New York City verschickt, um dort von der vegetarischen Wissenschaftlerin Dr. Shyla Cantor im Labor getestet zu werden. Das tun wir, weil wir uns weigern, unsere Produkte jemals an Tieren zu testen oder Inhaltsstoffe zu verwenden, die an Tieren getestet wurden. Wir haben heute das Glück, die Mittel für diese Tests zur Verfügung zu haben, doch damals zur Zeit von Cosmetics To Go (dem Vorgänger von Lush) war das noch eine ganz andere Geschichte.

Eine Auswahl an Hautpflege- und Sonnenschutzprodukten mit dem Namen Africa Companion säte die erste Saat aus, die zu Cosmetics To Go heranwachsen sollte. Rowena Bird und das Erfinderteam verbrachten Monate damit, dieses Sortiment heimlich zu entwickeln, und als sie Mark Constantine die Produkte enthüllten, war er sofort überzeugt: „Sie haben mich mit diesem Überraschungspaket in Versuchung gebracht, und ich war verführt.“

Rowena Bird on Kilimanjaro
Cosmetics to Go sun care

Liebevoll in ein grobes Leinentuch gehüllt, besaßen drei der acht Produkte einen Lichtschutzfaktor (LSF). Und welcher Ort hätte sich wohl besser für Sonnenschutztests geeignet, als unter der heißen Sonne Afrikas? Jeff Osment, Videoproduzent für Lush seit vielen Jahren, hatte eine Filmidee für diese Produkte, die das Können des Teams auf Herz und Nieren prüfen sollte und das Konzept der Produkttests am Menschen bis ans Limit führen würde: „Ich sah dieses Bild eines afrikanischen Elefanten in einem Wildpark und dahinter den Kilimandscharo mit seinen schneebedeckten Gipfeln. Ich dachte, wir könnten von der heißen afrikanischen Steppe aus auf die Spitze des Kilimandscharo hinaufwandern und unterwegs unsere Kosmetik testen ...“

Es war eine Reise, die sich als weit größere Herausforderung erwies, als sich irgendjemand von ihnen je hätte ausmalen können. Rowena, Jeff und ein Filmteam, angeführt von der Beauty-Journalistin Susannah Kenton, machten sich unter der heißen afrikanischen Sonne auf den Weg und erreichten immer größere Höhen und immer extremere Wetterbedingungen, wie sie sie noch nie erlebt hatten. Unglücklicherweise waren die einzigen Gruppenmitglieder, die es bis ganz nach oben schafften, der Kameramann und der Fotograf, der vorausgegangen war, um den Sonnenaufgang einzufangen! Susannah musste wegen akuter Unterkühlung den Berg auf einer Trage verlassen; Jeff brach weniger als 300 Meter vor dem Gipfel höhenkrank zusammen, während Schwindel und Kurzatmigkeit Rowena zur Umkehr zwangen, bevor sie die Spitze erreichen konnte. Es war eine Strapaze, auf die niemand von ihnen vorbereitet gewesen war, und die ein bislang unerreichtes Extrem von Kosmetiktests setzte ... zum Glück machte das African Companion-Sortiment seinem Namen alle Ehre und niemand in der Gruppe musste Sonnenbrand oder Unreinlichkeit auf die Liste seiner Beschwerden setzen!

Below Zero war das zweite Cosmetics To Go-Produktsortiment, das für widrige Wetterbedingungen kreiert wurde: Alacalufa Skin Protector, Blockski Sunblock, Cold Comfort Lotion und Frostbite Lip Saver waren gemacht für Temperaturen unter Null. Produkterfinderin Helen Ambrosen wollte für Arktisforschungen geeignete Produkte erschaffen, die die Haut schützen und pflegen und dabei auch vor der Sonne bewahren würden. Sonnenlicht kann von Schnee intensiviert werden, wenn es reflektiert wird, und die Haut vor UV-Strahlung zu schützen ist am Nordpol genauso unerlässlich wie am Strand.

Das Africa Companion-Team nahm die Below Zero-Produkte ebenfalls mit auf den Kilimandscharo für die Ankunft am schneebedeckten Gipfel. Leider schafften sie es nicht bis zur Spitze, aber zum Glück zeigte sich bald eine weitere Gelegenheit für sie am Horizont.

 

Weitere Widrigkeiten

Monate später eröffnete sich eine weitere Chance für die Erfinder, ihre Produkttests so weit zu treiben, wie sie sich trauten. Helen war in Kontakt mit einem Forscher der Royal Air Force, der die Auswirkungen von extrem kalten, rauen Winden auf die Haut studierte. Er tat sich zusammen mit niemand Geringerem als dem berühmten britischen Forscher Ranulph Fiennes für eine Arktisexpedition zum Nordpol.

Auszug aus unserem Buch Danger! Cosmetics To Go:

“Sein Team nahm diese Produkt-Prototypen mit auf ihre epische Expedition und testeten sie im Einsatz. Nach einer aufreibenden Zeit mit starkem Schneefall, der sie davon abhielt, genug Proviant zum Durchhalten mitzuschleppen, waren sie zur Umkehr gezwungen, bevor sie ihr Ziel erreicht hatten. Obwohl sie nicht bis zum Ende der Welt kamen, hatten sie das Below Zero-Sortiment unter den schrecklichen Bedingungen getestet und teilten Cosmetics To Go ihre Gedanken und Vorschläge mit, wie man die Effizienz der Produkte noch verbessern konnte.”

An einer Stelle gibt Fiennes an, dass er in Abwesenheit dringend benötigter Lebensmittel versucht war, eines der Produkte zu essen! Zum Glück musste er schlussendlich doch nicht auf so verzweifelte Maßnahmen zurückgreifen. Die Resonanz des Teams war großartig und bewies, dass die von Helen entwickelten Produkte ihren Zweck erfüllten. Wieder einmal hatten sich Tests am Menschen ausgezahlt und die Seiten des Cosmetics To Go-Katalogs zierten unglaubliche Fotos von Ranulph und Mike, wie sie mit praktisch um die Skier geschnürten Below Zero-Produkten durch Schneewehen stapften.

Zwanzig Jahre nach diesen Abenteuern erforschen und entwickeln wir weiterhin immer neue Sonnenschutzprodukte. Unser Ziel ist es wirkungsvolle, schöne Rezepturen aus hochwertigen Inhaltsstoffen zu kreieren und dabei immer noch mehr Innovationen von tierleidfreien Testmethoden zu erforschen und zu fördern. Wir arbeiten noch immer mit freiwilligen Menschenzusammen, wie wir es bereits vor langer Zeit in winzigen Räumen in unserem 29 High Street Shop in Poole, Großbritannien, getan haben, sogar noch bevor es Cosmetics To Go gab. Der Ehrgeiz und die Bemühungen, die einst unsere Produkte bis auf die höchsten Berge und ins tiefste Eis brachten, sind immer noch präsent, lebendig und in unserem fabelhaften Sonnenschutz-Sortiment zu finden.

„Ich dachte, wir könnten von der heißen afrikanischen Steppe aus auf die Spitze des Kilimandscharo hinaufwandern und unterwegs unsere Kosmetik testen ...“

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