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Tschüss, ihr Flaschen!

Wenn du heute eine Zeitkapsel verstecken würdest, was wäre drin? 

Du hast wohl eher nicht an leere Shampooflaschen gedacht, oder? Allerdings war das Geschäft mit Shampoos und Conditionern im Jahr 2015 etwa 35 Milliarden Dollar wert. Daraus lässt sich leicht ableiten, dass unzählige Flaschen auf Mülldeponien gelandet sind, wo sie bleiben, bis sie sich zersetzt haben. Oder bis sie von zukünftigen Archäologen ausgegraben werden, die so einem Zeitalter exzessiven Verpackungswahns auf die Spur kommen. Da Plastik Schätzungen zufolge etwa 450 Jahre benötigt, um sich in winzige Einzelteile zu zerkleinern, passiert wohl eher letzteres.

Im Marketing spielen Verpackungen natürlich eine wichtige Rolle. Boxen, Etiketten und mehr sorgen für auffallende Produkte. Und sie machen sie unnötig teurer. Traumhaft, wenn man derjenige ist, der davon profitiert. Nicht ganz so toll für dich als Kunden und schon gar nicht für unseren Planeten.

Feste, nackte Produkte sind eine Alternative.

Von Januar 2015 bis Januar 2016 konnten wir mit dem Verkauf fester Shampoo Bars weltweit die Verwendung von 15.890.925 Plastikflaschen sparen. Unsere reisefreundlichen nackten Shampoo Bars sind voller ätherischer Öle und reichen für bis zu 80 Anwendungen – etwa drei Mal so viele wie mit Shampoo aus Flaschen.

Die erhöhte Nachfrage von Kunden nach weniger Verpackungsmaterial ist eine willkommene Herausforderung für Händler. Denn 2012 wanderten in Europa 9,6 Millionen Tonnen Verpackungsmüll aus Plastik auf Deponien. Laut offizieller Statistiken wurden nur 26% davon wiederverwertet. Inzwischen sind 35% der Lush Produkte nackt und alleine mit unseren festen Bodybuttern haben wir 2015 ganze 17.000 Kilogramm Verpackung eingespart. Aber das können wir noch besser.

„Verpackungen sind Müll und für zu lange Zeit haben wir viel zu viel davon produziert. Jetzt, wo die wahren finanziellen Kosten und massiven Umweltschäden deutlich werden, verlangen Kunden von Herstellern und Händlern vehementer denn je verpackungsfreie Lösungen. Unternehmen wie Lush müssen neue Wege gehen und Kunden Innovationen bieten, die den Kauf von wirklich nackten Produkten ermöglichen“, so Mark Constantine, Mitgründer von Lush.

Aus Flüssigkeiten feste Stoffe zu machen, klingt nach einer Herkulesaufgabe, aber oftmals ergeben sich zahlreiche Vorteile daraus. Das Entdecken (und Wiederentdecken) nackter Produkte geht meist automatisch mit einer selbstkonservierenden Formel einher. Dadurch müssen die Produkte nicht voll von synthetischen Konservierungsstoffen sein, um frisch und haltbar zu bleiben. Indem wir das Wasser in unseren Produkten durch Zutaten wie fair gehandelte Kakaobutter ersetzen, die bei Zimmertemperatur fest bleiben, verhindern wir dauerhaft die Bakterienbildung. Heureka!

Der Lebenszyklus unserer Pötte in Großbritannien

Gut verpackt

Wenn du unsere nackten Produkte online bestellst, ist die Verpackung garantiert kein Spielverderber. Das EcoFlo Material, in dem sie verpackt werden, wird aus Kartoffelstärke hergestellt, die bei der Chipsproduktion übrigbleibt. Es ist daher sogar essbar (aber leider nicht lecker). Die einfachen Nuggets zersetzen sich schnell im Wasser und der Erde und brauchen 23% weniger Energie bei der Herstellung als Popcorn. Studien der Brunei University und der University of Humberside zeigen darüber hinaus, dass EcoFlo sogar noch besser gegen transportbedingte Einwirkungen schützt als Alternativen aus Styropor.

Gleichzeitig treiben unsere umweltbewussten Ideen auch die Innovation bei momentan noch verpackten Produkten voran.

Sieh dir zum Beispiel unsere schwarzen Pötte an. Wenn du mindestens fünf von ihnen sammelst, kannst du sie zu deinem Lush Shop zurückbringen und bekommst als Dankeschön eine frische Gesichtsmaske. In Großbritannien gesammelte Pötte werden im Lush Green Lab in Dorset gründlich gereinigt, geschreddert, zu Pellets verarbeitet, eingeschmolzen und zu neuen Pötten gemacht. Deutschland ist unter den europäischen Ländern ein wahrer Recyclingmeister, weshalb hierzulande der Bedarf an einem eigenen geschlossenen Stoffkreislauf für die schwarzen Pötte nicht so elementar ist wie anderswo. Doch auch wir entwickeln uns ständig weiter und streben nach optimierter Ressourcenverwertung.

Es dreht sich aber natürlich nicht nur um das Recycling im eigenen Haushalt. Als Kunde hast du die Macht, ein Umdenken bei den Händlern und damit eine industrieweite Veränderung zu bewirken. Sag uns also, was du denkst, mach Lärm und fordere uns heraus, mehr zu recyceln, dann arbeiten wir harder, better, faster, stronger.

Schenken wir unseren zukünftigen Generationen also eine Erde, auf der es sich besser lebt und badet.

Kommentare (9)
9 Kommentare

Ö3-Fan Tatjana

über 3 Wochen her

Das Problem ist aber, dass die festen Shampoos leicht zerbrechen könnten. Ja gut, ich kann unter Umständen gut damit leben... verbraucht werden die eh... Aber wie wär's wenn ihr als Alternative zu den "großen" Haarseifen noch kleine Pallets ungefähr in Tablettengröße erstellen würdet oder so, von denen man dann im Laden eine Bestimmte Gramm-Anzahl kauft indem man sie in eine mitgebrachte Schüssel/Verpackung abfüllt? Wäre das möglich?

beck_alexandra_2101456

über 7 Monate her

Hi Lush Team, könnten die Haarkuren nicht auch in Gläsern erworben werden? Ich suche dringend eine plastikfreie Alternative für meine bisher verwendeten Kuren und würde mich sehr freuen, wenn ihr das möglich machen könntet :-)

Lush Kundenservice

über 3 Monate her

Mitarbeiter

Hey du Liebe,
wir verwenden bewusst recyceltes Plastik, denn es verbraucht beim Transport schon weniger Energie durch geringeres Gewicht und geht auch nicht so schnell kaputt. Deinen Wunsch leite ich aber gerne weiter! Sarah - Lush Deutschland

kerstin.schlue_2097887

über 7 Monate her

Hallo Leute, erstmal ein großes Lob an euch und eure Produkte. Von den Shampoos bin ich total begeistert! Das ich so viel Müll sparen kann finde ich super! Für meine Creme würde ich mir wünschen, dass ich mein Pöttchen wieder auffüllen lassen kann. Zum Schluss noch ein herzliches Dankeschön an die total netten Leute und die super Beratung in euren Shops!

Ö3-Fan Tatjana

über 3 Wochen her

Hallo Kerstin, dafür gibt's ja die Döschen die man im Onlineshop bestellen oder in den Lush Läden kaufen kann. Oder nimm einfach eine ganz normale, handelsübliche - und natürlich bitte wiederverwendbare - Tupperschüssel. Das mach ich bei meinen festen Crèmes so, die nicht in die flachen Blechdosen passen, z. B. A Little Pot Of Energy. Es grüßt eine blinde, aber richtig begeisterte Kundin, die sich endlich mal ihre Shampoo- und Duschgeldosen o. Ä. mit aufsprechbaren Notizen beschriften kann und endlich mal weiß was sie in den Händen hält wenn das Duschgel und das Shampoo mal wieder gleich ausschaut. Ach oder die daran riecht und daran den Unterschied erkennt, da man endlich nicht mehr die ganze Chemie riecht sondern echten, eindeutig auseinanderkennbaren Geruch! Sorry...

Rhabarbara

über 8 Monate her

Hochinteressante Informationen, die unter uns Verbrauchern noch viel mehr publik gemacht werden müssen, damit wir durch unser Kaufverhalten Einfluss auf weitere Unternehmen, hinsichtlich nachhaltiger Produktion, nehmen.

gusediana50_2051573

über 1 Jahr her

Alles gut und schön, aber nicht glaubwürdig wenn man gewisse Produkte nur online bestellen kann -> Verpackung, Versandkosten, Umweltverschmutzung durch Fahrzeuge, Verdrängung stationären Handels ...

Ö3-Fan Tatjana

über 3 Wochen her

Stimmt. Eigentlich bringt das nicht viel. Mal ein Vorschlag an das Lush Team: Könnte man da nicht einen bestimmten Abholservice wenigstens in den Big Shops anbieten? Also z. B. wenn mehrere Online- oder Telefon-Bestellungen eingehen, bei denen Abholung im Lush Shop anstatt Lieferung ausgewählt wird, diese Bestellungen dann je nach Stadt/Gebiet gesammelt anzuliefern, und dann bei Abholung die Quittung via App herzeigen zu lassen oder so ähnlich? Der nächste Big Shop könnte ja ermittelt werden wenn sich ein neuer Kunde registriert oder seine Daten ändert, weil er z. B. umgezogen ist. Und je nach Entfernung zum nächsten Big Shop ist dann diese Möglichkeit entweder gegeben oder nicht. In München ginge das ab Herbst beispielsweise ganz gut, in einem Dörfchen wie Untertutzenberg in Niederbayern oder so, ginge dann bloß die "normale Lieferung" es sei denn es käme ein dementsprechender Laden in die Nähe... Das würde bestimmt funktionieren. Und neue Arbeitsplätze im Büro, welches sich dann jeweils im Shop selbst befindet, entstünden da auch (welche für mich als blinde, begeisterte Kundin sehr wichtig wären...), da bestimmt dann Rückfragen per Telefon oder Mail kämen, wo die Lieferung denn bliebe und die würde man dann vor Ort beantworten. Bzw. bei Ankunft der Lieferung würde dann der jeweilige Big Shop den Kunden per SMS, Telefon oder Mail informieren. Und organisiert muss das ja auch werden mit der Produktionsstätte und dergleichen... Das funktioniert bei Apple nämlich auch. Ich weiß, das ist ein Unternehmen welches nicht annähernd die Voraussetzungen bietet, wie ihr sie habt, aber es wäre eine Anlehnung an nachhaltige, gemeinsame Nutzung von Lieferwägen, LKWs und Transportern. Nachhaltiger wär das ganz bestimmt.

isabell.brendle_2067005

über 1 Jahr her

Es gibt aber auch genug Menschen die keinen Lush-Store in Ihrer Nähe haben und trotzdem gern auf das feste Shampoo, die feste Spülung und die Seifen zurück greifen. Und bevor in hunderte Kilometer fahre um zu Lush zu gehen ist es glaub umweltfreundlicher eine Großbestellung online zu tätigen.
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