ARTIKEL

We're the Self-preservation Society

Schon immer setzen wir natürliche Konservierungsstoffe wie Salz, Honig und Tonerde ein, um Produkte länger frisch zu halten. Mehr als 70% unserer Produkte sind vollständig selbstkonservierend und das in jeder unserer Produktkategorien – von Gesichtsmasken, über Shampoo bis hin zu Badebomben. Doch das reicht uns nicht und wir versuchen, noch mehr synthetische Konservierungsstoffe aus unseren Produkten verbannen.

Bislang waren die meisten unserer selbstkonservierenden Produkte in fester Form erhältlich, denn Bakterien sind auf Wasser angewiesen, um zu wachsen und sich zu vermehren. Damit auch Cremes und flüssige Produkte länger haltbar sind, verwenden wir kleinste Mengen synthetischer Konservierungsstoffe, genauer Methylparaben, Propylparaben, Phenoxyethanol und Benzyl Alcohol.

Und obwohl wir mit diesen absolut sicheren synthetischen Konservierungsstoffen zufrieden sind, wissen wir auch, dass einige von euch sie lieber vermeiden. Deshalb haben wir uns innovative Wege einfallen lassen, um Produktformeln neu zu gestalten. Als Resultat sind jetzt mehr Produkte als jemals zuvor frei von synthetischen Konservierungsstoffen, ohne dass wir dafür Aussehen, Beschaffenheit, Preis oder Haltbarkeit stark verändern mussten. Wir werden die bisherigen Formeln weiter in unserem Sortiment behalten, doch einige unserer Produkte sind jetzt auch mit selbstkonservierender Formel erhältlich – und viele weitere werden ihnen folgen.

Was sind Parabene?

Parabene wurden erstmals in den 1930er Jahren verwendet und sind mittlerweile die häufigsten in Kosmetika eingesetzten Konservierungsstoffe. Sie verdanken ihren breiten Einsatz der Tatsache, dass sie kostengünstig, farblos, geruchsneutral sowie ungiftig sind und eine breitgefächerte antimikrobielle Wirkung haben, was bedeutet, dass sie sowohl Pilze, Bakterien als auch andere Keime am Wachstum hindern.

Dr. Stephanie Williams, Dermatologin an der European Dermatology Clinic in London, sagt: „Parabene werden in Hautpflegeprodukten schon lange sicher eingesetzt. Es sind bewährte Konservierungsstoffe, die bei der überwiegenden Mehrheit der Menschen keinerlei Probleme hervorrufen. Bei einigen wenigen Menschen können sie Kontaktallergien auslösen, aber im Vergleich zu ihrer weiten Verbreitung ist das ein seltenes Phänomen.“

Trotz allem entwickelten sich Parabene zu unliebsamen Inhaltsstoffen, obwohl viele KundInnen nicht einmal genau wissen, warum. „Es gibt definitiv eine Nachfrage nach parabenfreien Formeln. Die Nachfrage ist sogar so groß, dass neue parabenhaltige Produkte auf dem Markt höchst umstritten betrachtet werden“, erzählt Beauty-Bloggerin Caroline Hirons von carolinehirons.com. „Ich bin mir aber sicher, dass viele Menschen gar keine Ahnung haben, weshalb Parabene überhaupt als ‚gefährlich‘ gelten.“

Tatsächlich können die Bedenken rund um Parabene auf eine Studie aus dem Jahr 2004 zurückgeführt werden, in der Spuren davon in Brusttumoren entdeckt wurden. Daraus entstand die Theorie, dass Parabene zu einem hormonellen Ungleichgewicht führen und somit das Risiko von Brustkrebs erhöhen können, da sie eine ähnliche Struktur wie das Hormon Östrogen aufweisen. Weitere Studien haben allerdings keine Beweise gefunden, die diese Theorie unterstützen. Rachel Rawson, klinische Krankenschwester bei Breast Cancer Care, bestätigt: „Es gibt zurzeit keine eindeutigen Beweise dafür, dass der Gebrauch von parabenhaltigen Produkten mit der Entstehung von Brustkrebs zusammenhängt.“

Mittlerweile wurden Parabene derart gründlichen Tests unterzogen, dass Experten sie heute für sicherer als andere synthetische Konservierungsstoffe halten. Dr. Edmund Fowles von EF Chemical Consulting, einem Unternehmen, das die Produktsicherheit von Kosmetika beurteilt, betont: „Ich bin davon überzeugt, dass Parabene sicher sind. Nach all der Aufregung über potentielle Gefahren wurden gründliche Untersuchungen durchgeführt, die alle Gesichtspunkte abdecken. ‚Parabenfreie‘ Kosmetik beinhaltet schlicht andere Konservierungsstoffe, die um einiges schlechter erforscht sind als Parabene selbst. Wie können wir dann behaupten, diese Produkte seien besser?“

Dr. Stephanie Williams teilt diese Meinung: „Parabene führen in den seltensten Fällen zu Hautproblemen. Einige neue, weniger untersuchte Konservierungsstoffe könnten viel häufiger Hautreaktionen hervorrufen.“ Aus diesem Grund verwendet Lush weiterhin Parabene in Konzentrationen, die der EU Kosmetikverordnung entsprechen. Die aktuelle Verordnung erlaubt eine Höchstkonzentration von 0,4% Methylparaben in kosmetischen Produkten, Lush verwendet standardmäßig 0,2%. Für Propylparaben gilt ebenfalls eine zulässige Höchstkonzentration von 0,4%, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) fordert jedoch eine maximale Konzentration in Höhe von 0,19%. In den Produktformeln von Lush befinden sich nicht mehr als 0,1% Propylparaben.

Die besten Konservierungsstoffe von Mutter Natur

Ihr habt sicher schon bemerkt, dass Lush Produkte mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen sind, wie Lebensmittel im Supermarkt. Anders als die meisten Kosmetikfirmen erzählen wir sogar auch, wann wir die Produkte hergestellt haben. Für frische Masken empfehlen wir die Aufbewahrung im Kühlschrank und einen raschen Verbrauch, solange die Zutaten frisch und wirksam sind. Doch der Großteil unserer Produkte hat eine Haltbarkeit von 14 Monaten ab dem Tag, an dem sie produziert wurden. In vielen Fällen erreichen wir das durch die Zusammensetzung der frischen Zutaten selbst, ohne Konservierungsstoffe hinzuzufügen.

Alle wasserhaltigen Kosmetikprodukte müssen auf irgendeine Weise konserviert werden, da Wasser das Wachstum von Keimen begünstigt. Wenn wir Wasser aus den Produkten entfernen – indem wir Badebomben, Massagebutter, Shampoos und Conditioner in feste Form bringen – wird das Bakterienwachstum verhindert und wir müssen keinerlei synthetische Konservierungsstoffe mehr zufügen. Gleiches gilt für unsere Seifen, Deo-Puder, Toothy Tabs und die frischen Reiniger.

Um das Wasser in Produkten zu absorbieren, verwenden wir Tonerde, Kalamin, Talk und Kaolin. Einige andere Produkte, wie das Big Shampoo, beinhalten viel Salz, das alkalisch wirkt. Denn Bakterien gedeihen nur in saurer Umgebung, so dass auch hier keine Konservierungsstoffe notwendig sind.

Natürlich ist es nicht zweckmäßig, ausschließlich feste Produkte zu verkaufen. Allerdings haben wir jetzt einen Weg gefunden, den Anteil des ‚freien Wassers‘ – das ist der Anteil des Wassers, der übrig bleibt, nachdem alle chemischen Reaktionen abgeschlossen sind – auf ein Minimum zu reduzieren. Dadurch können selbst Cremes komplett selbstkonservierend sein. Indem wir die richtige Balance zwischen Wasser, Pflegebuttern und Ölen herausfinden, ist es uns möglich, Kosmetikartikel herzustellen, die nur aus Inhaltsstoffen und Zutaten bestehen, die der Haut oder dem Haar Gutes tun.

Es handelt sich dabei um einen langwierigen, vorsichtigen Prozess, der viel Zeit und Arbeit erfordern wird, je mehr Produkte wir selbstkonservierend herstellen wollen. Die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe muss stimmen, damit ein wundervolles Produkt entsteht, welches effektiv, praktisch und lange haltbar ist, ohne dass man dabei auf synthetische Konservierungsstoffe zurückgreifen müsste. Und es muss natürlich unseren Kunden gefallen, sie pflegen und verwöhnen.

 

Kommentare (0)
0 Kommentare
Ähnlicher Content (4)

Ähnliche Produkte

4 Artikel
Dream Cream – selbstkonservierend, Bodylotion
Bodylotion
Ein Traum für sanfte Gemüter
20,95 €
230ml
Ocean Salt Gesichtspeeling - Selbstkonservierend
Gesichts- und Körperpeeling
Peel dich ans Meer
13,50 €
85ml
Gesichts- und Körpermaske
Rundum-Reinigungsmaske
9,50 €
85ml
Hand- und Bodylotion
Wohltätigkeit in einer Creme
5,00 €
45ml